Hausberg

Freiburger Rathaus sieht keinen Grund, am Schauinsland einzugreifen

Simone Höhl

Auf dem Kandel bei Waldkirch gab’s so viel Gedrängel, dass der Berg für Autos gesperrt wird. Wie sieht es auf dem Schauinsland aus? Das Freiburger Rathaus rechnet nicht mit zu großem Besucheransturm. .

Die Lage auf dem Schauinsland ist nicht mit dem Besucherandrang am Kandel vergleichbar: Das ist die Einschätzung der Stadt Freiburg, die daher auch nicht über eine Straßensperrung nachdenkt. Die Schauinslandbahn sieht sich gewappnet, um die Fahrgäste corona-konform zu transportieren. Ob sie am Wochenende wegen der Corona-Einschränkungen fährt, ist aktuell auf www.schauinslandbahn.de zu sehen.

Waldkirchs Hausberg ist zuletzt förmlich überrannt worden – Massen an Ausflüglern, Verkehrschaos, Rettungs- und Abschleppdienst im Stau, Menschen dicht an dicht an Schlittenhang, Glühweinstand und Toilette. Wird es am Sonntag wieder zu voll, zieht die Polizei wegen der Infektionsgefahr die Notbremse und sperrt die Straße von Waldkirch auf den Kandel. Im Hochschwarzwald gibt es teils Sorge vor Rummel auf den Loipen.

Das Freiburger Rathaus sieht aktuell keinen Grund, am Schauinsland einzugreifen. "Doch wir beobachten die Lage und sind im Austausch mit der Polizei", sagt Rathaussprecher Sebastian Wolfrum.

Sieben Passagiere pro Gondel

Auf die Frage, ob die Schauinslandbahn am Sonntag jetzt mit einem größeren Andrang rechnet und in irgendeiner Form reagiert, meint Pressesprecher Andreas Hildebrandt: "Die Schauinslandbahn ist gut vorbereitet." In Stoßzeiten sei Sicherheitspersonal im Einsatz, das die Abstände und Einhaltung der Maskenpflicht kontrolliere. Weitere Vorkehrungen sollen das Risiko einer Ansteckung minimieren, so der Sprecher der Verkehrs-AG, zu der die Schauinslandbahn gehört.

Die darf erst seit 1. Dezember wieder fahren – mit offenen Fenstern und bis zu sieben Passagieren in der Gondel. Zuvor war ihr Betrieb durch die Corona-Verordnung untersagt. Maskenpflicht gilt überall und 1,50 Meter Mindestabstand im Wartebereich. Zudem eröffnete an der Bergstation die neue, barrierefreie Panoramaterrasse samt Baumhäusern für Kinder: Der ganze Außenbereich der Bergstation wurde für rund 825.000 Euro neu gestaltet. Auch das könnte Leute locken.

Die Kabinen dürften theoretisch mit maximal sieben Personen belegt werden, sagt Unternehmenssprecher Hildebrandt. Dies nutzen vor allem Familien. "Es werden natürlich keine Personen gegen ihren Willen in eine bereits zum Teil belegte Kabine gesetzt." Wer will, könne nur mit der eigenen Familie oder auch ganz alleine fahren.

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