Vorübergehende Festnahme in Karlsruhe

Freiburger Polizei warnt vor Taschendiebstahl am Bahnhof

BZ-Redaktion

Zwei Taschendiebinnen haben die Freiburger Bundespolizei in Atem gehalten. Reisende werden um verstärkte Aufmerksamkeit gebeten.

Einen vollendeten und einen versuchten Diebstahl meldet die Bundespolizei für das Wochenende am Freiburger Hauptbahnhof. Für beide Taten sind vermutlich dieselben Taschendiebinnen verantwortlich.

Am Samstagmittag, 5. Juni, informierte ein Mann eine Streife der Bundespolizei am Hauptbahnhof über einen versuchten Diebstahl. Zwei Frauen sollen versucht haben, eine ältere Frau zu bestehlen. Die beiden Frauen, so die Polizei, hatten der Frau mit ihrem Gepäck geholfen und dabei den Geldbeutel aus deren Bauchtasche entnommen. Allerdings sei das Portemonnaie dabei zu Boden gefallen, sodass es die Geschädigte wieder an sich nehmen konnte. Der Zeuge habe die drei Frauen angesprochen, die Geschädigte habe jedoch keine Polizei gewünscht, da sie weiterreisen wollte.

Der Zeuge konnte der Streife eine Personenbeschreibung der beiden Tatverdächtigen mitteilen. Eine Fahndung verlief zunächst erfolglos. Später meldete sich der Zeuge erneut bei der Bundespolizei und teilte mit, die beiden Frauen im Fernzug nach Karlsruhe wiedererkannt zu haben. Durch diesen Hinweis konnten die beiden 20 und 22 Jahre alten Frauen am Hauptbahnhof Karlsruhe durch die Bundespolizei vorläufig festgenommen werden. Aufgrund fehlender Haftgründe mussten die bosnisch-herzegowinischen Staatsangehörigen nach der Feststellung ihrer Identität wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Am Sonntagnachmittag,6. Juni, meldete ein 79-Jähriger den Diebstahl seines Geldbeutels bei der Freiburger Bundespolizei. Zwei Frauen, so der Zeuge, hatten ihm zuvor am Hauptbahnhof Hilfe mit seinem Reisegepäck angeboten und ihn ein Stück begleitet. Kurz danach bemerkte er das Fehlen seines Geldbeutels. Nach ersten Erkenntnissen vermutet die Polizei, dass es sich den beiden Frauen um dieselben Tatverdächtigen handelt wie bei dem versuchten Diebstahl am Tag zuvor.

Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und warnt vor Taschendiebinnen und -dieben, die ihre Opfer im Bahnhof oder in Zügen suchen. Die Täter gehen meist in Teams vor. Dabei nutzten sie häufig Tricks oder eine vorhandene beziehungsweise selbst verursachte Ablenkung. Der wichtigste Schutz sei daher die Aufmerksamkeit.