Veröffentlichung

Freiburger Musiker "Sir N" hat sein Album im WG-Zimmer produziert

Lisa Discher

Vielfältig, melancholisch und deep – so beschreibt Sören Schaudel alias Sir N sein neues Albun. "N Odyssey" hat er während der Corona-Pandemie produziert – im WG-Zimmer. Wer hinter dem Namen steckt, hat fudder herausgefunden.

Seine Musik klingt wie eine Hommage an bessere Zeiten – als man auf Partys noch guten Gewissens an den Drinks seiner Freunde nippte und Corona nur einfach das Bier war, das man halt nahm, wenn's kein "Augustiner" mehr gab. Am 19. März hat Sören Schaudel, besser bekannt als Sir N, sein neues Album "N Odyssey" rausgehauen, produziert hat er das Ganze im WG-Zimmer. fudder hat mit ihm gesprochen.
"Langsam wirds besser." Sören Schaudel alias Sir N
Der 29-jährige Musiker wuchs in der Nähe von Karlsruhe auf, kam fürs Soziologie-Studium nach Freiburg und ist dann einfach hier geblieben. In seiner Freizeit spielt er Badminton, fährt Skateboard und trifft sich, so gut es in einer Pandemie eben geht, mit seinen Freundinnen und Freunden. Schon in der siebten Klasse hat er sich den Namen Sir N verpasst – weil das ein bisschen klingt wie Sören, nur mehr nach Künstlername. "Ich hab lange Musik gemacht, zum Beispiel habe ich Trompete gelernt. Aber so richtig produziert habe ich dann mit 15 oder 16", er lacht "damals noch sehr schlecht aber langsam wird's besser".

Das Melancholische gefalle ihm an seinen Beats sehr gut, obwohl er so Musik selbst eigentlich nicht wirklich hören würde. Was das Album jedoch einzigartig oder besonders mache, sei schwer zu beantworten: "Ich würde generell einfach sagen, dass fremde Ohren das besser beurteilen können als ich," sagt er. "Außerdem würde es vielleicht auch ein bisschen arrogant klingen, wenn ich sagen würde, mein Album sei wie kein anderes, niemand klingt so wie ich."

Inspiration?

Ob er das Album komplett im Lockdown produziert habe oder ob das schon länger geplant gewesen sei? "Das ist schon 'ne längere Geschichte. Ein paar Tracks sind auch echt schon zwei, drei Jahre alt, andere sind wiederum neuer." Sir N sagt auch, dass sich vieles über die Zeit angehäuft habe "Ich habe da auch irgendwie gesammelt und dann schaut man eben was sich alles für ein Release eignet". Eine bestimmte Inspiration hat er nicht. "Alles, was um mich herum passiert, inspiriert mich eigentlich", sagt der Musiker. Manchmal sei es auch Musik, die er höre und die ihm gefalle. "Wenn ich zu einer bestimmten Zeit viel höre und ich gerade ein Album mache, dann findet sich das auch immer wieder in irgendeiner Art und Weise in meinen Beats und Songs wieder", fügt er hinzu.



Modern und aufregend

Auf die Frage, welchem Genre er das neue Album zuordne, hat er keine genaue Antwort "Eigentlich mache ich immer sowas Richtung Hip-Hop", sagt er. Ganz genau lasse sich das beim neuen Album gar nicht sagen, aber gerade das mache "N Odyssey" aus: Es ist wirr und durcheinander - eine Odysee für die Hörerinnen und Hörer. Und obwohl Songs wie "Penelope", "Sirens" oder auch "Like Midas" an den alten Homer erinnern, klingt Sir N mit seinem neuen Album modern und aufregend. Vielfältig, melancholisch und deep - so beschreibt er das neue Album. Reinhören könnt ihr auf Spotify, SoundCloud und YouTube.

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