Gurs

Freiburger Künstler gedenken mit Kurzfilm der Deportation Freiburger Juden

Tina Turban

Musik, die berührt: Das Kurzfilmprojekt "Berlin – Tel Aviv" erinnert an diesem Donnerstag an die Deportation Freiburger Jüdinnen und Juden vor 80 Jahren ins französische Gurs.

Der Freiburger Autor Gottfried Haufe erzählt im Rahmen des Programms zum Gedenktag gemeinsam mit dem Laut & Lyrik Ensemble und dem Twäng! Popchor in dem Kurzfilm "Berlin - Tel Aviv" die Geschichte eines 13-jährigen jüdischen Mädchens, das im September 1938 auf Drängen seines Vaters ihre Heimat Berlin verlässt, um in Palästina Zuflucht vor dem Nazi-Regime zu finden. Dem KZ Sachsenhausen kann es so zwar entkommen – nicht aber Heimweh und Schuldgefühlen. Der gleichnamige Originaltitel stammt von Max Herre und Sophie Hunger. In dem Film wird ein Gedicht von Hans Aron Joachim zitiert.




Auf moderne und digitale Weise gedenkt das Filmprojekt der Deportation von mindestens 375 Freiburger Jüdinnen und Juden in das südfranzösische KZ Gurs am 22. Oktober 1940. Viele von ihnen verloren dort aufgrund von Mangelernährung, Erschöpfung, Krankheit und fehlender medizinischer Versorgung ihr Leben.



Das Projekt wurde von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Anna-Hugo-Bloch-Stiftung aus Sulzburg, dem Kulturamt der Stadt Freiburg, der Sparkasse Freiburg und weiteren Partnerinnen und Partner unterstützt.