Freiburger Jugendfotopreis: Die Bilder der Gewinner

David Weigend

In wenigen Minuten werden die Gewinner des Freiburger Jugendfotopreises 2009 in der Volksbank geehrt. Wir zeigen vorab 11 der Siegerfotos. Außerdem erklärt uns der Preisträger Adrian Höllger (16), was er sich bei seinen Motiven gedacht hat.

Diese drei Fotos (Auswahl) hat der Freiburger Adrian Höllger gemacht, der damit den ersten Preis in der Altersgruppe C (16 bis 21 Jahre) gewinnt. Adrian erzählt über diese Bilder zum vorgegebenen Motto "Respect":



"Dieses Foto schoss ich im Emmi-Seeh-Heim in der Oberau. Es zeigt eine Frau, die sich liebevoll um eine pflegebedürftige Person kümmert. Sie verrichtet ihre Arbeit mit höchster Achtung, um das Leben der betroffenen Person so schön wie möglich zu gestalten. Vor dieser Frau habe ich großen Respekt, da diese Arbeit bestimmt anstrengend ist, viel Geduld erfordert und Menschenverständnis.



Diese Aufnahme ist auch im Emmi-Seeh-Heim entstanden. Es zeigt einen Pfleger, der sich um eine bettlägerige Frau kümmert. Vor dem Pfleger habe ich sehr viel Respekt, da es bestimmt nicht einfach ist, sich mit Pflegefällen zu beschäftigen. Es erfordert viel Geduld und Menschenliebe.



Dieses Foto habe ich in der Kaiser-Joseph-Straße aufgenommen. Es zeigt einen verstümmelten Bettler, der sich mühselig Geld zusammenkratzt. Er hat in seiner schwierigen Situation nicht aufgegeben und hat, als ich ihn gefragt habe, ob ich ihn porträtieren dürfe, sogar gefragt, ob er denn gut aussieht und seine Mütze zurechtgerückt, um kein schlechtes Aussehen zu haben. Sogar in solchen Situationen, an diesem Tag war es sehr kalt, bewahrt er seine Haltung und Würde."

Adrians Auffassung des Mottos

"Respect, das ursprünglich aus dem Lateinischen kommende Wort, das soviel wie Zurückschauen oder Berücksichtigung heißt, findet man heutzutage an zu vielen Orten. Oft wird Respekt falsch verstanden, den falschen Dingen oder Persönlichkeiten entgegengebracht. Er beruht oft nur auf der Oberflächlichkeit des Betrachters. Doch wenn man in sich geht, wird man feststellen, dass man Respekt eher vor Handlungen oder Personen hat, die einem nicht sofort ins Auge fallen.

Um dieses Thema aufzugreifen oder um es überhaupt erst einmal zu verstehen, habe ich mir einen großen und einen kleinen Schwerpunkt gesetzt. Der erste ist ein sozialer Schwerpunkt, den ich mir in zwei Unterkategorien aufgeteilt habe. Die erste Kategorie gilt Menschen in schwierigen Situationen, die trotzdem ihre Würde gewahrt haben. Die andere Kategorie gilt den Leuten, die sich gerade um solch bedürftige Personen kümmern, ihnen Halt und Schutz geben. Zum Beispiel durch ihre  Arbeit in einem Pflegenheim oder im Essenstreff. Um diese Dinge mit Freiburg und der Region zu verbinden, bin ich in den Straßen Freiburgs und den sozialen Einrichtungen der Stadt auf Motivjagd gegangen."

Mehr dazu:


Foto-Galerie: 11 ausgewählte Siegerfotos

Anmerkung: Die jüngsten Teilnehmer sind unter 11 Jahre alt