Vorbeugung

Freiburger Gymnasium muss wegen Coronavirus schließen

Simone Lutz

Die erste Schule in Freiburg macht wegen des Coronavirus für zwei Wochen zu: Das Deutsch-Französische Gymnasium (DFG) an der Runzstraße. Es soll sich um eine Vorsichtsmaßnahme handeln.

Das Deutsch-Französische Gymnasium (DFG) an der Runzstraße wird wegen des Coronavirus zwei Wochen lang geschlossen. Es ist damit die erste Schule in Freiburg, die wegen des Virus schließen muss.


Am Sonntagnachmittag informierte die Schulleitung die Eltern per Mail, dass das Gesundheitsamt entschieden habe, die Schule vom 9. bis 22. März zu schließen: "Man möchte dem vorbeugen, dass von unserer Schule aus ein ähnlicher Virus-Herd entstehen könnte, wie es bei der evangelikalen Versammlung in Mulhouse war", so die Schulleiter Johannes Remmer und Christiane Polowykow. Dort hatten sich Menschen bei der Fastenwoche einer protestantischen Freikirche angesteckt; der Raum Mulhouse gilt deshalb als einer der wichtigsten Infektionsherde für das Coronavirus in Frankreich.

Einige Schüler reisen täglich aus Frankreich an

Da rege Kontakte zwischen dem Freiburger DFG und der französischen Grenzregion bestehen, hat das Gesundheitsamt nun Vorsichtsmaßnahmen getroffen. In dem binationalen Gymnasium im Stadtteil Oberau lernen etwa 800 Schülerinnen und Schüler. Ein Teil von ihnen kommt täglich mit Schulbussen aus dem Elsass.

An die Schule angeschlossen ist auch ein Internat in Günterstal, das die französischen Schüler am Wochenende meist verlassen, um zu ihren Familien zu fahren. Außerdem sind etwa ein Drittel der 90 Lehrkräfte französische Lehrer.

Wie die Schulleitung in der Mail mitteilt, wird das DFG versuchen, Lernmaterial digital bereitzustellen. Was das Abitur anbetreffe, werde man sich im Laufe des Montags absprechen und dies kommunizieren. Das Deutsch- und Französisch-Abitur ist in Baden-Württemberg auf Ende April angesetzt.
Virus im Südwesten

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten in Baden-Württemberg ist am Sonntagnachmittag auf 199 gestiegen. Von den 17 neu gemeldeten Fällen betreffen 9 den Landkreis Emmendingen und einer den Ortenaukreis. Auch dort bleiben Schulen geschlossen.

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