Sommerferien 2020

Freiburg sammelt Angebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien

Manuel Fritsch

Der Ferienpass fällt 2020 coronabedingt flach. Dafür sammelt das Rathaus auf einer neuen Webseite Angebote für die Sommerferien. Mehr als 160 Angebote sind dort bereits aufgeführt.

Weil Corona über die Sommerferien keine Pause macht, fällt der städtische Ferienpass flach und viele Aktivitäten und Projekte können entweder gar nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. Damit Familien sich einen Überblick über die Angebote verschaffen können, die trotz Corona-Krise stattfinden, hat die Stadtverwaltung die Seite freiburgersommerferien.de ins Leben gerufen. Dort können Organisationen, die in den Ferien ein Programm anbieten, ihre Angebote einstellen, so dass Familien nicht mühselig die verschiedenen Programme zusammensuchen müssen.


Bis Montag waren bereits mehr als 160 Angebote auf der Seite veröffentlicht. Für diese sind dann – anders als beim Ferienpass – nur die Veranstalter verantwortlich. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert, es können also auch noch während der Ferien neue Angebote dazukommen. Daher lasse sich auch noch nicht sagen, ob es wegen Corona am Ende wirklich weniger Angebote für Kinder geben wird, als in normalen Jahren, so Rathaussprecherin Eva Amann. Die Stadtverwaltung informiert mit einem Flyer über die Homepage. Dieser wird in Schulen und Einrichtungen der Jugendarbeit verteilt.

Städtische Ferienbetreuung für Grundschulkinder findet statt

Neben der gewohnten Ferienbetreuung an den Schulen gibt es in diesem Sommer auch weitere städtische Angebote für Grundschulkinder auf dem Gelände des städtischen Tiergeheges Mundenhof, dem Kinderabenteuerhof und im Waldhaus. Informationen dazu finden sich auf freiburg.de/ferienbetreuung. Für Familien, die Sozialleistungen beziehen, gibt es für die Betreuungsangebote einen Zuschuss vom Amt für Schule und Bildung.

Die Ratsfraktionen "SPD/Kulturliste" und "Eine Stadt für alle" hatten zum Thema Ferienbetreuung eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Darin wollen sie wissen, ob es genügend Angebote geben wird, die den Ferienpass ersetzen, wie diese finanziert werden, ob es eine Unterstützung für einkommensschwache Familien gibt und was mit den knapp 80.000 Euro passiert, die im Haushalt ursprünglich für den Ferienpass vorgesehen waren.

Statt für den Ferienpass fließt Geld nun in die neue Webseite

Auf Nachfrage der BZ teilt das Rathaus dazu mit, dass das Geld nun zum Teil in die Entwicklung und Pflege der Homepage geflossen ist, auf der die Ferien-Angebote versammelt sind. "Die Verwaltung prüft derzeit die weitere, zielgerichtete Verwendung der Mittel", so Amann. Wie allerdings das Verhältnis von kostenfreien zu kostenpflichtigen Angeboten ist und ob es mehr kostenpflichtige gibt als in normalen Jahren, lasse sich bislang noch nicht sagen. Zum einen kämen ja auch während der Ferien noch neue Angebote dazu, zum anderen sei sowohl die Angebotspalette als auch die Zielgruppe größer als sonst.

Neben der Unterstützung, die die Stadtverwaltung für die Schulkindbetreuung anbietet, hätten viele Veranstalter von Ferienprogrammen selbst Unterstützungsmöglichkeiten für Familien mit geringem Einkommen. Dafür sollten sich Familien direkt an die Veranstalter wenden. Über das Bildungs- und Teilhabepaket gebe es überdies wie schon in den vergangenen Jahren Gutscheine.

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