Omikron in Baden-Württemberg

Freiburg als erster Kreis im Land über 500er-Inzidenz

Konstantin Görlich

Die Omikron-Welle lässt die Inzidenzen im Südwesten steigen: Erstmals und als erster Kreis liegt Freiburg über 500. Passiert das zwei Tage in Folge, kommen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte.

Selbst am Wochenende zeigen sich in Baden-Württemberg nun deutlich steigende Corona-Inzidenzen. Das dürfte nach dem Test- und Nachverfolgungsrückgang der Feiertage jetzt überwiegend an der äußerst ansteckenden Omikron-Variante liegen. Die Mutation hatte nach repräsentativen Angaben des Robert-Koch-Instituts in der Kalenderwoche 52/21 bereits einen Anteil von 36 Prozent der Infektionen im Land. Inzwischen dürfte er deutlich höher liegen.



Besonders sichtbar ist der Anstieg im Stadtkreis Freiburg. Er liegt als erstes Gebiet in Baden-Württemberg seit Sonntag erstmals wieder über der Marke von 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen – und damit höher als in der kompletten vierten Welle.

Ausgangsbeschränkungen wahrscheinlich ab Dienstag

Liegt die Inzidenz in der Stadt auch am Montag über diesem Wert, treten in Freiburg ab Dienstag die zusätzlichen Maßnahmen der Corona-Verordnung für Virus-Hotspots in Kraft: Nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte zwischen 21 und 5 Uhr.

Die landesweit zweithöchste Inzidenz weist der Kreis Lörrach mit 496,8 auf, gefolgt vom Kreis Waldshut mit 412,3. Vor einer Woche lagen alle drei Kreise noch bei Inzidenzen zwischen etwa 240 und 290.


Wie bislang auch sind die Neuinfektionen äußerst ungleich über die Altersgruppen verteilt. Zum Ende der Ferien sind die 15-bis-34-Jährigen besonders stark betroffen. Vor den Ferien waren es die 5-bis-14-Jährigen. Das ist auch die Altersgruppe mit der geringsten Impfquote.

Hingegen weiter deutlich auf dem absteigenden Ast unterwegs ist die Belegung mit Covid-Intensivpatienten in den Krankenhäusern. Sie liegt nun den dritten Tag unter der Alarmstufe-II-Schwelle von 450. Damit nicht mitten in der durchstartenden Omikron-Welle Lockerungen in Kraft treten, soll aber in letzter Minute am Dienstag die Corona-Verordnung angepasst werden.