Fotos: Der Imbiss in der Tullastraße

Marius Buhl

Ein Stück rot-weißes Absperrband, ein Polizeisiegel über der Tür und ein Schild mit der Aufschrift "Freiburgs größte Currywurst". fudder-Autor Marius Buhl hat den Imbiss in der Tullastraße aufgesucht, in dem sich der 36-jährige Ethem A. von Donnerstag auf Freitag mit 12 Personen verschanzte. Fotos vom Ort, auf den vergangene Woche ganz Deutschland schaute.



Der Herbstwind fegt ein Stück rot-weißes Absperrband über den großen Parkplatz des Supermarktes, er wirbelt Laub auf, dreht die Blätter im Kreis und bläst sie fort – hinweg über das Imbisshäuschen, das jetzt so verlassen am Rande des Parkplatzes steht.

Nur wenig verrät, dass dieser Ort am vergangenen Donnerstag ganz Deutschland in Atem hielt: die verstohlenen Blicke der Passanten, das Vorhängeschloss am Eingang der Imbissbude, die mit Pizzakartons verrammelten Fenster und ein Siegel, dass über Tür und Rahmen klebt.

Blickt man durch ein Loch in einem verbeulten Rolladen ins Innere des Imbisses, erkennt man sorgfältig aufgereihte Ketchup-Flaschen, Salz- und Pfefferstreuer, eine geputzte Alu-Küche. Die Die Schilder über der Theke preisen Hamburger für 3,50 Euro an - und "Freiburgs größte Currywurst". Der Tresen ist sonst leer, das Stromkabel der Kasse ist ausgestöpselt.

An einer Tür klebt ein Zettel: "Geschlossen wegen defektem Gerät." Wüsste man nicht, was passiert ist, könnte man der Schrift glauben. Dort, wo sich das Sondereinsatzkommando am Donnerstag an die Imbissbude anschlich, liegen im Gras jetzt nur noch ein leerer Cola-Becher, eine kleine Sektflasche und buntes Herbstlaub.

Die Bäckereiverkäuferinnen des Rewe verkaufen ihre Backwaren. Der Parkplatzwächter kehrt sauertöpfisch den Müll vor der Imbissbude zusammen.

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