Fertigstellung von Dietenbach-Skatepark verzögert sich - die Skater beklagen Mängel

Marius Notter

Eingepackt und stillgelegt. Bis Ende diesen Jahres sollten die Bauarbeiten am ersten Bauabschnitt des neuen Freiburger Skateparks fertig sein. Daraus wird jedoch ersteinmal nichts:



Als Ende Oktober der Bau des Freibuger Skateparks am Dietenbachpark nach sechs Jahren Planung, Diskussionen und Abstimmungen endlich begann, ging ein Aufatmen durch die Freiburger Skaterszene. Die Fertigstellung des ersten von drei Bauabschnitten war für das Jahresende 2014 geplant. Seit letzter Woche liegt die Baustelle am Dietenbachpark im Stadtteil Weingarten jedoch brach, Diagnose: Baustopp. Statt Baulärm herrscht nun winterliche Ruhe auf dem Skategelände und Halfpipes, Kicker und Rampen sind in graue Abdeckplanen gehüllt.

Laut dem Architekturenbüro Maier, das die Anlage plant und einen Teil der Bauleitung innehat, kann  frühestens ab dem 12. Januar weitergebaut werden “Allerdings nur, falls die Temperaturen mitspielen,” erklärt Architekt Ralf Maier, “denn der Beton kann porös werden, wenn die Temperaturen unter 10 Grad sinken”. Die Vertreterin der Pressestelle der Stadt Freiburg Frau Schickle redet von “einer ganz normalen Winterpause”. Wie lange diese geht und warum genau die Arbeit unterbrochen wird, kann sie nicht sagen. Die Fertigstellung des ersten von drei Baubschnitten wird sich durch diese Unterbrechung der Bauarbeiten allerdings bis in den Frühling 2015 hinauszögern. Zu diesem Zeitpunkt sollte laut Zeitplan vom Oktober 2015 schon mit den Bauarbeiten an Abschnitt Zwei der Anlage begonnen werden. Dazu wurden jedoch noch keine finanziellen Mittel bereitgestellt.

Prioritäten von Seiten der Skater hätten anders gesetzt werden müssen



Die Umsetzung der Pläne der Skateanlage wird von einer Gruppe aus Stadt, Skatern und dem Architekturbüro bei sogennanten “Jour-Fix-Treffen” geplant, besprochen und auf die Belange der Skater abgestimmt.
Sebastian Hartung ist einer der Skater, der dieser Gruppe angehört. Er macht in einem Beitrag auf “Boardmag”, der Onlineseite der Skater, darauf aufmerksam, dass bei den Arbeiten eine Stelle der Analge verpfuscht -  nicht so  wie geplant betoniert -  worden sei. Der Grund dafür sei, dass die Skater der Planungsgruppe nicht vor Ort, sondern auf Skatetournee in Barcelona waren. Ralf Maier von Architektenbüro Maier meint: “Hier hätten Prioritäten von Seiten der Skater anders gesetzt werden müssen, wir machen immer alles so wie die Skater es wollen, ich weiß auch nicht was an der Anlage  jetzt nicht richtig befahrbar sein soll. ” Weiter berichtet Maier von Treffen der Planungsgruppe bei denen keine Skater anwesend waren, was die Zusammenarbeit erschwert.

Die Unstimmigkeiten zwischen Skater und Architekturbüro drohten schon vor dem Beginn der Bauarbeiten im Oktober zu entgleißen “Da gab es sehr schwere Anschuldigungen von Seiten der Skater,” behauptet Architekt Maier “von wegen Auftragsverschiebung und so weiter, da war natürlich nichts dran. Es war ein öffentliches Vergabeverfahren das mit rechten Dingen zu ging.” Die Freiburger Skater nahmen ihre Anschuldigungen zurück und Sebastian Hartung ruft in einen Beiträgen auf Boardmag jetzt wieder zur guten Zusammenarbeit auf.

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