Interview

Eisvögel-Spielerin zum Sieg: "Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl"

Enya Steinbrecher

Zum ersten Mal haben die Basketballerinnen der Freiburger Eisvögel die deutsche Meisterschaft gewonnen. Was bedeutet der Sieg dem Team? Im Interview spricht die 20-jährige USC-Spielerin Pauline Mayer über die vergangene Saison.

Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren standen Freiburgs Basketballerinnen am Freitag, den 29. April, im Finale der Playoffs um die Deutsche Meisterschaft und haben nach einem herausragenden Spiel den Pokal mit nach Hause holen können. Im Interview mit unserer Autorin berichtete Pauline Mayer, Spielerin bei den Eisvögeln, von der Saison, ihrem Werdegang, und wie es ist, mit 20 Jahren schon für die Profis zu spielen.

"Ich glaube, man kann sich gar nicht vorstellen, was für eine Leistung das ist, die wir erbracht haben." Pauline Mayer

Die Eisvögel haben zum ersten Mal nach 20 Jahren Bundesligazugehörigkeit die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Wie fühlt sich das an?

Pauline Mayer: Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl. Ich kann es im Moment selbst kaum begreifen, weil alles noch so nah ist. Ich glaube, man kann sich gar nicht vorstellen, was für eine Leistung das ist, die wir erbracht haben. Das wird mir wohl auch erst im Laufe der Zeit bewusst.

Du spielst schon von Kindesbeinen an Basketball – wie bist Du dazu gekommen?

Pauline Mayer: Mein Vater war selbst Basketballtrainer, daher war ich von klein auf mit in der Halle dabei. Ursprünglich komme ich aus Kirchzarten – dort habe ich bis zu U10 oder U12 gespielt. Alle weiteren Mannschaften habe ich dann beim USC in Freiburg durchlaufen.

Die Saison ist nun beendet. Wie nutzt Du die Spielpause?

Pauline Mayer: Tatsächlich möchte ich erst einmal ein bisschen Pause machen, den Körper mal wieder runter fahren. Dazu gehört auch, ein bisschen Abstand vom Basketball zu nehmen. Jetzt beginnt wieder das Sommersemester – ich studiere Grundschullehramt – auf das ich mich konzentrieren möchte.

"Wir haben bei den Eisvögeln echt einen super Zusammenhalt." Pauline Mayer

Wie stellst Du dir deine sportliche Zukunft vor?

Pauline Mayer: Erst einmal möchte ich auf jeden Fall in Freiburg bleiben. Der USC ist ein toller Verein und ich spiele seit meiner Jugend schon dort. Gerade auch mit dem Studium, Freunden und Familie ist Freiburg für mich ein guter Platz. Auf lange Sicht gesehen könnte ich mir aber vorstellen, einmal im Ausland zu spielen und dort ein bisschen Erfahrungen zu sammeln.

Was hat das Team diese Saison besonders gut gemacht?

Pauline Mayer: Wir haben bei den Eisvögeln echt einen super Zusammenhalt. Wir verstehen uns alle super und sind wie eine große Familie. Dabei freuen wir uns auf jedes Training – das gilt auch für das Team drum herum. Auf jedes Spiel haben wir uns wieder gefreut.

Hand aufs Herz – wo möchten Sie nächste Saison noch einmal nachbessern?

Pauline Mayer: Ich möchte gerne mehr Ruhe im Aufbauspiel haben und schneller in der Entscheidungsfindung werden. Auch mein Wurf soll stabiler werden. Das ganze Spiel über konnte ich in der letzten Saison von unserer Aufbauspielerin Shoiri Yasuma lernen – das war toll, denn ich habe in jedem Training gesehen, wo man noch etwas lernen kann. Generell lerne ich gerne direkt von meinem Umfeld – früher war das zum Beispiel mein Bruder, heute sind das die Profis, mit denen wir spielen. Wir sind ein extrem junges Team – manchmal fehlt da vielleicht die Erfahrung. Dieses Jahr konnten wir das aber durch die Profis gut ausgleichen. All das kommt aber mit der Zeit – daraus können wir immer weiter lernen.

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