Ein Konzertjuwel zum Popsociety-Geburtstag

Carolin Buchheim

Die Popsociety feierte ersten Geburtstag, und zur Feier des Tages gab es mit dem Acoustic Auftritt von Lost Name das erste Popsociety-Konzert ever, danach eine ordentliche Party, wie immer, und am Ende kam auch noch die Polizei.



Der vordere Keller des Ruefetto war mehr als gut gefüllt, als Andreas, der Mann hinter Lost Name, gegen viertel nach zehn seine Gitarre griff, auf einem Stuhl im Eck Platz nahm, zu singen anfing, und alle im Raum auf einmal kollektiv die Luft anhielten.

Lost Name, live, das bedeutet virtuoses Gitarrenspiel, fortgeschrittenes, faszinierendes Songwriting und ausdrucksvollerr Gesang, dem von Conor Oberst zu besten 'Lifted'-Zeiten nicht unähnlich, und zwar auf angenehme Weise.

Da saß und sang niemand, der so-tat-als-ob; jede Textzeile und jeder Ton waren bis zum Rand gefüllt mit Intensität und Emotionalität, ohne dabei weinerlich, selbstmitleidig oder poserig zu sein. Besser als so kann man eigentlich allein, nur mit Gitarre, nicht auftreten. Das erste Popsociety-Konzert war ein kleines, unerwartetes Konzertjuwel, bei dem das begeisterte Publikum so lang eine Zugabe forderte, bis Andreas einen Song spielte, den er laut Selbstaussage gar nicht geprobt hatte; ein echtes Geschenk für alle Popsociety-Gänger.



Christian Beller, der Mann hinter der Popsociety, zeigte sich mehr als zufrieden mit dem ersten Popsociety-Konzert. "Mir hat's sehr gefallen", erzählte Christian heute. Er war durch eine gute Freundin auf Lost Name aufmerksam gemacht worden, und nach dem guten Erfolg des Konzerts kann er sich vorstellen, jetzt öfter die Popsociety mit einem Konzert zu beginnen. Bands zu finden, die das hohe Niveau halten können, auf dem Lost Name damit angefangen hat, dürfte sich als schwierig erweisen, aber wenn das jemandem gelingen kann, dann sicher Christian.

Im Anschluß an das Konzert feierten mehr als 300 Leute im gut gefüllten, aber nicht unangenehm überfüllten Ruefetto bis Morgens um vier eine schöne Popsociety bei genauso exzellenter Musikauswahl wie immer. Gegen halb vier kam die Polizei einmal kurz zu Besuch, da es im Granatgässle durch dort sitzende Gäste von Café Atlantik und Popsociety wohl etwas laut gewesen war. Insgesamt aber war es ein Abend zu aller Zufriedenheit.

Und wie geht es jetzt nach dem ersten Geburtstag weiter mit der Popsociety, Christian? "Ersteinmal wie immer!"

Popsociety-Termine bis zum Ende des Jahres sind auf jeden Fall schon gesichert.

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