Eishockey

EHC Freiburg verspielt in Crimmitschau einen Drei-Tore-Vorsprung

Toni Nachbar

"Das war eine Achterbahnfahrt vom Feinsten": Der EHC Freiburg kann bei den Eispiraten Crimmitschau eine 3:0-Führung nicht verteidigen. Am Ende verlieren die Wölfe nach Penaltyschießen mit 3:4.

Vier Punkte hat der EHC Freiburg an diesem Wochenende gegen zwei starke und in die junge DEL-2-Saison gut gestartete Gegner gesammelt. Doch nach dem 5:1-Erfolg im baden-württembergischen Derby gegen die Ravensburg Towerstars und dem 3:4 (3:0, 0:2, 0:1, 0:1) nach Penaltyschießen bei den Eispiraten Crimmitschau gibt es auch Anlass zu Frust: Denn in Sachsen haben die Wölfe nicht einen Zähler geholt, sondern zwei liegengelassen.

"Das war eine Achterbahnfahrt vom Feinsten", kommentierte nach dem Spiel EHC-Trainer Robert Hoffmann das Geschehen und versuchte, das Positive in den Vordergrund zu stellen: Sein Team sei nach dem zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich stabil geblieben. Im stimmungsvollen Crimmitschauer Sahnpark, so Hoffmann, hätte man in einer solchen Situation auch untergehen können.

Videobeweis annulliert vermeintlichen Siegtreffer

Doch von der 42. Minute an, als die Sachsen den Freiburger Vorsprung egalisiert hatten, fiel kein weiterer Treffer mehr – inklusive Verlängerung. Pech für die Wölfe: In die Schlusssirene des letzten Drittels hinein lenkte Scott Allen einen Schuss seines Mannschaftskollegen Nick Pageau ins Crimmitschauer Tor. Doch der vermeintliche Siegtreffer des EHC wurde per Videobeweis annulliert.

Im Penaltyschießen scheiterten die Freiburger Stürmer Nikolas Linsenmaier und Tyson McLellan an Piraten-Goalie Luka Gracnar. Für die Crimmitschauer trafen indes Mathieu Lemay und Vincent Schlenker.

Dies alles war schon bitter für den EHC, der in Crimmitschau einen exzellenten Start erwischte.

Chris Billich hatte für einen Zwei-Tore-Vorsprung gesorgt, die Wölfe-Defensive sogar eine Drei-gegen-Fünf-Situation überstanden, und dank Christoph Kiefersauers Treffer waren die Gäste mit einer 3:0-Führung in die erste Drittelpause gegangen. Doch die Crimmitschauer zeigten eine große Kampfmoral und gaben ihre Offensivbemühungen nie auf. Dafür ernteten sie am Ende reichen Lohn.
Statistik

Tore: 0:1 und 0:2 Billich (2. und 12.), 0:3 Kiefersauer (19.), 1:3 Lemay (34.), 2:3 Feser (40.), 3:3 Feser (42.), 4:3 Schlenker (entscheidender Penalty).
Strafminuten: 15 – 15.
Zuschauer: 1717.