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Durch den Tag … mit meinen liebsten Podcast (3)

Hannah Köster

Podcasts kommen inzwischen so bunt und unterschiedlich daher, wie die Menschen, die sie aufnehmen. Fudder-Autorin Hannah ist Podcast-Junkie und stellt euch ihre Lieblingspodcasts vor.

Zum Start in den Tag

Ich habe es mir angewöhnt, morgens nach dem Aufstehen und einer großen Tasse Kaffee eine Runde Yoga zu machen. Dazu höre ich sehr gerne den Podcast "Yoga Home" von Louisa Domham. Von Morgenyoga bis Einschlafmeditation oder Tipps für die beste Yogamatte ist alles dabei – mit ruhiger, angenehmer Stimme vorgetragen, damit ich nicht gleich am frühen Morgen in Stress verfalle.

Wenn ich mich dann bereit für ein bisschen Realität fühle, höre ich gerne "Tagesschau in 100 Sekunden", um direkt informiert in den Tag starten zu können. Gerade morgens habe ich es gerne, wenn es auch mal schnell geht, deswegen finde ich das Konzept super.

In der Mittagspause

Besonders in der Mittagspause höre ich gerne Podcasts, die mich kurz aus meiner Arbeitswelt rausholen. "Cui Bono: WTF happend to Ken Jebsen" ist meine neuste Entdeckung. Obwohl man das nicht wirklich eine Entdeckung nennen kann, da der Podcast seit Wochen auf Platz 1 in den deutschen Podcast-Charts steht. Und das vollkommen zu Recht – in sechs Folgen wird der Werdegang vom aufstrebenden Radiomoderator Ken Jebsen zu einem der einflussreichsten Verschwörungsideologen aufgearbeitet. Gesprochen wird der Podcast vom Journalisten und Autor Khesrau Behroz, der immer wieder Experten oder ehemalige Weggefährten von Ken Jebsen an das Mikro holt. Ich kann diesen Podcast jedem empfehlen, da er sehr deutlich macht, wie genau Verschwörungstheorien funktionieren und wie gefährlich sie sein können.
Mein Podcast-Konsum

An dieser Stelle sollte ich einmal klarstellen: So einen hohen Podcast-Konsum habe ich nicht jeden Tag. Zwar bin ich manchmal schon ein Podcast-Junkie, aber meistens höre ich nur drei bis vier Podcasts am Tag. Es gibt aber auch Tage, an denen ich deutlich mehr oder sogar gar keine Podcasts höre.

Ansonsten höre ich auch gerne den Podcast von Aurel Merz "Das Aurel-Update", indem er zusammen mit seinem Producer Dominik über aktuelle Schlagzeilen und Neuigkeiten redet. Immer witzig, immer abwechslungsreich und mit 30 Minuten Laufzeit genau das Richtige für meine Mittagspause.

Zum Sport machen oder Einkaufen gehen

Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme, höre ich gerne in den Podcast "Jubel & Krawall" von Matthias Kalle und Sophie Passmann rein. In ihrem Audible-Original Podcast reden die beiden über die neusten Serien, Filme und ihre Alltime Favourits. Dank den Zweien hat man immer einen guten neuen Serientipp und weiß, wovon man vielleicht lieber die Finger lässt. Besonders, wenn ich gerade mit meiner Serie fertig geworden bin, höre ich gerne den Podcast, um nicht in die "Meine-Serie-ist-beendet"-Depression zu verfallen. (Kennen wir alle, oder?)

Zum Kochen

Gerade in der Corona-Zeit ist es zu einem Ritual geworden, dass ich beim Kochen erstmal einen Podcast anmache. Jetzt kommen wir zu meinem absoluten Lieblingspodcast, der auch der Grund ist, warum ich gerne diesen Artikel schreiben wollte: "Talk ohne Gast" mit Till Reiners und Moritz Neumeier. Die Zwei sind dermaßen unterschätzt, dass ich wütend werde, wenn ich zu lange darüber nachdenke. Die beiden Comedians arbeiten seit Ewigkeiten zusammen und reden in ihrem Podcast über das aktuelle Geschehen, die Comedy-Szene und kleine Alltagsprobleme. Die Chemie stimmt einfach und es gibt wirklich keinen Podcast, bei dem ich so viel lache, wie bei diesem. Die Beiden schaffen es immer mir sofort gute Laune zu machen.

Der zweite Podcast, von dem ich wirklich jede Folge höre, ist Baywatch Berlin. Klaas Heufer-Umlauf und seine zwei Arbeitskollegen Thomas Schmitt (nicht zu verwechseln mit Tommi Schmitt von "Gemischtes Hack") und Jakob Lundt erzählen viele Anekdoten aus dem Fernseh-Business, von ihren Reisen bei "Duell um die Welt" und haben dabei immer eine Dynamik, wie drei kleine Geschwister, die sich um das Mikro streiten. Amüsant ist es trotzdem immer und neulich haben sie tatsächlich eine Podcast-Folge aufgenommen, während sie Fallschirmspringen waren.

Zum Schlafen
Zu viel Medienkonsum vor dem Schlafen habe ich mir abgewöhnt. Da ich aber immer mal wieder an Schlafstörungen leide oder einfach etwas brauche, was meine Gedanken runterbringt, höre ich auch gerne den "Entspannt einschlafen"-Podcast von Marco König. Man kann auswählen, ob man entweder nur seine Stimme oder ob man die Folge mit Musik im Hintergrund hören will. Die Folgen dauern zwischen 15 bis 20 Minuten und ich bin meistens nach zehn Minuten tief und fest eingeschlafen.

Tatsächlich bin ich auch schon häufig beim Podcast der Zeit "Alles gesagt?" von Christoph Amend und Jochen Wegner eingeschlafen. Ich weiß, ich weiß, es ist tragisch, weil die Inhalte und Gespräche wirklich spannend sind. Die Stimmen der zwei Moderatoren sind aber so angenehm und beruhigend, dass ich meistens nach zwanzig Minuten müde werde. Meistens höre ich dann morgens einfach ab der Stelle weiter, wo ich abends eingeschlafen bin.

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