DSDS: Dorfparty für Dominik Büchele

Britta Kuck

In der DSDS-Mottoshow „I love you“ hat Dominik Büchele seinem Dorf Kappel-Grafenhausen einen Song gewidmet. Nicht einmal, nicht zweimal, nein, mehrmals rufen die meisten Dorfbewohner nach jeder Mottoshow für ihren Domi an. Gemeinsam feierten sie am Montag nun beim Konzert von Dominiks Band Umleitung auf dem Kappeler Festplatz. Der Stargast des Abends: Dominik himself.



Die Mädchen sind nervös. In Scharen sind sie zum Festplatz gekommen. Nun stehen sie ganz vorne, dicht gedrängt vor der Bühne, um ihn zu sehen: Dominik Büchele, ihren Superstar. Es ist halb sieben, in etwa einer halben Stunde wird er für sie singen. Bis dahin müssen sie sich die Zeit vertreiben.

Das geht am Besten mit ein bisschen Gekreische, damit Dominik sie schon mal hören kann. Dann stimmen die Mädchen den klassischen Fußball-Fangesang an: „Finale – woho, Finale – wohohoho". Immerhin hat es ihr Idol unter die besten vier Teilnehmer von DSDS geschafft. Die Final-Teilnahme – davon ist in Kappel-Grafenhausen jeder überzeugt – ist Dominik gewiss.

„Er singt ja wirklich super.“ Die zwölfjährige Anna-Lena Reich aus Ringsheim hat ihre beiden Klassenkameradinnen Jessica Eichhorn und Nora Ackermann auf dem Festplatz getroffen. „Wie oft ruft ihr denn immer für Domi an?“, fragt Nora. „Och, so vier bis zehn Mal pro Abend“, sagt Jessica. „Hättest du ihn auch gerne als Freund?“ „Da spricht nichts dagegen.“



Um kurz nach sieben betritt Dominiks Band Umleitung die Bühne. „Wie heißt unser Keyboarder?“, ruft Schlagzeuger Kevin Barz. „Mirko!“, schreien ihm die Mädchen der ersten Reihen entgegen. Etwas lahm legt die Band zunächst ohne Domi los. „Mirko, Mirko“, ertönt es immer wieder. Solange Dominik noch fehlt, geben sich die Mädels eben auch mit dessen jüngerem Bruder zufrieden.

Auf Regen folgt gewöhnlich Sonnenschein. Und auf einen tristen Konzertauftakt folgt ein fulminanter Dominik-Auftritt. Der Held des Abends schmettert „Breathe“ von James Blunt hin. Die Mädchen sind begeistert. Das Kreischen setzt wieder ein. Hoch halten sie nun ihre Pappschilder mit Sprüchen wie „Dominik, du bist unser Superstar“. Manche mögen’s schlicht: „D - O - M - I“ steht auf vier bunten Schildern.



Der Festplatz ist nun voller Menschen, Klein und Groß, Jung und Alt, alle Generationen sind vertreten. „Guten Abend, Kappel!“, ruft Dominik den Dorfbewohnern, die ihn von Mottoshow zu Mottoshow tragen, zu und streckt seinen rechten Arm in die Luft – die typische Dominik-Pose, die er an diesem Abend noch oft wiederholen wird.

Auf der kleinen Bühne in seinem Heimatdorf fühlt er sich wohl. Und alles könnte so schön sein, wenn nicht Bürgermeister Jochen Paleit nach jedem Song, den die Band spielt, die aufkommende Festival-Stimmung dämpft, indem er dorfbekannte Fußballtrainer, Fußballspieler, Englischlehrer und Dominiks Familie nacheinander auf der Bühne begrüßt.



Plötzlich gehen alle Arme hoch. Eine La Ola nur für Domi. „Nochmal für die Kamera, bitte!“, fordert dieser seine Fans auf. Ein RTL-Team wandert immer wieder über die Bühne, Dominik ist das schon gewohnt.

„Siehst du was?“, fragt ein besorgter Vater seine Tochter, die es sich auf Papas Schultern bequem gemacht hat. „Ja. Siehst du auch was?“, entgegnet diese. „Nein, aber das ist egal. Hauptsache, du siehst was!“ Der Vater ist beruhigt, das Kinder-auf-den-Schultern-Tragen keine seltene Erscheinung auf dem Festplatz.

Um acht Uhr haben dann endlich alle freie Sicht auf Dominik-Superstar, die Kleinen müssen jetzt ins Bett. Das Konzert geht weiter. Hier mal ein „Imagine“ von John Lennon, dort ein „Stark“ von Ich & Ich, dann noch ein „Sweet Home Alabama“. Eine klare Linie bei der Songauswahl gibt es nicht.

Macht aber auch nichts. Man ist gekommen, um Dominik zu feiern, um Freunde zu treffen, um Autogramme zu holen. Und vor allem um zu schmachten.



Mehr dazu:


Foto-Galerie: Dominic Rock

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.