TV-Event

Drei Freiburger sind mit ihrer Erfindung bei der Show "Das Ding des Jahres"

Gina Kutkat

Sie haben die Chance auf 100.000 Euro: Die Erfinder des Notrufsystems "Tocsen" stellen ihr Produkt am Mittwoch bei der TV-Show "Das Ding des Jahres" vor. Wie war es, neben Joko Winterscheidt in der Maske zu sitzen und was erlebten sie sonst?

Am Mittwoch heißt es "Showtime" für eine Erfindung aus Freiburg: In der Prosieben-Show "Das Ding des Jahres" buhlt der Sturzsensor "Tocsen" mit anderen Erfindungen um die Gunst des Publikums. Die drei Freiburger Malte Buttjer, Andreas Bosch und Alexander Schumacher waren im November 2019 in Köln, um die Sendung aufzuzeichnen. Am Mittwochabend wird diese ausgestrahlt.

TV-Show "Das Ding des Jahres"

In fünf Runden treten zehn Erfinderinnen und Erfinder gegeneinander an, stellen ihre "Dinge" vor und beantworten die Fragen des Experten-Teams. Das besteht aus den Moderatoren Lena Gercke und Joko Winterscheidt, Amorelie-Gründerin Lea-Sophie Cramer sowie Rewe-Chefeinkäufer Hans-Jürgen Moog. Dem Gewinner-Team winken 100.000 Euro.

Das Freiburg-Trio stand zum ersten Mal vor der Kamera und schnupperte Fernsehluft – doch richtiges Lampenfieber war nicht angesagt. "Bei mir war es eher ’Wartefieber’. Ich hätte mir die Wartezeit bei einer Fernsehshow nicht so lange vorgestellt", sagt Malte Buttjer. Weitere Aufregerle aus dem Fernsehstudio: Das Make-Up brannte in den Augen und in der Maske saß man neben Joko Winterscheidt. Besonders überrascht allerdings waren die Drei, dass in der Show alles spontan und echt war – und nicht gescripted. "Die Atmosphäre unter den Erfindern war gut – wir waren zum Beispiel alle im gleichen Hotel untergebracht und konnten uns austauschen", sagt Andreas Botsch.

Tocsen vor einem Millionenpublikum

Die jungen Unternehmer aus Freiburg haben sich nicht selbst bei der Sendung beworben, sondern wurden von den Produzenten angeschrieben. "Für uns eine schöne Möglichkeit, uns und unser Produkt einem breiteren Fernsehpublikum vorzustellen", so Andreas Botsch. "Wir haben unser Produkt in den letzten Jahren zwar schon etwa 500 Mal vorgestellt, aber noch nie vor so vielen Menschen", sagt Malte Buttjer.

2017 hatten Andreas Botsch und Alexander Schumacher die Idee, ein Frühwarnsystem für Fahrradhelme zu entwickeln. Ausschlaggebend war der Unfall eines gemeinsamen Freundes: Beim Mountainbiken stürzte dieser schwer und brach sich das Genick. Nur, weil Wanderer in der Nähe waren, konnte ihm schnell geholfen werden – heute geht es ihm wieder gut. Tocsen soll helfen, wenn man als verunglückte Person keine Hilfe holen kann: Ein System aus Sturzsensor und App erkennt einen Sturz und setzt einen Notruf ab, wenn der oder die Betroffene nicht antwortet.

Und wie lief es für Tocsen in der Show? "Unser Produkt kam positiv bei den Experten an. Was ich verraten kann: Unsere Runde war das Highlight der gesamten Show," so Buttjer. Sie mussten sich gegen einen Erfinder durchsetzen, der eine Rettungsboje für Schwimmer entwickelte. Am Ende entscheidet das Publikum, welche Erfindung am besten ist. 100.000 Euro winken den Gewinnern – ob sie die Kohle gewonnen haben, dürfen die drei Freiburger nicht verraten. Nur soviel: "Uns ging es nicht ums Geld, sondern um die Erfahrung. Würden wir die 100.000 gewinnen, würden wir sie in das Wachstum unseres Unternehmens stecken", sagt Andreas Botsch.

Die Sendung wird am kommenden Mittwoch, 26. Februar 2020 um 20.15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt. Erfinder und Produzent von "Das Ding des Jahres" ist Stefan Raab mit Raab TV. Moderiert wird die Show von Janin Ullmann. Die Tocsen-Gründer schauen sich die Ausstrahlung natürlich gemeinsam an: "Hier bei uns im Büro."
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