Ausland

Drei Dokus, die Du diese Woche noch sehen musst

Gina Kutkat

Nach der langen Auszeit zwischen den Jahren ist es an der Zeit, sich wieder mit dem Geschehen in der Welt auseinanderzusetzen. Und es ist und war einiges los. Mit diesen drei Dokus bist du wieder up-to-date.

Sturm auf das Kapitol

Ich weiß nicht, wie es euch ging: Aber als am 6. Januar 2021 das Kapitol gestürmt wurde, war ich zwischen Schockstarre und Ungläubigkeit gefangen und konnte die Bilder nicht wirklich realisieren. Umso besser, dass Autor und Regisseur Jamie Roberts für die Dokumentation "Sturm auf das Kapitol" nochmal minutiös nachzeichnet, was damals geschah. In seinem Film kommen Beteiligte von allen Seiten zu Wort: Polizisten, Demonstranten, "Proud Boys" und Journalisten. Aus ihren Schilderungen und Video-Material aus unterschiedlichen Quellen ist somit eine Chronologie entstanden, die einen ratlos und betroffen zurücklässt.

Journalistin werden: Stress vor Redaktionsschluss

Wie sieht ein Arbeitsalltag einer Lokaljournalistin aus? Was sind ihre Aufgaben – und wie viel verdient sie eigentlich? Das hat das Team von ARD Alpha in einer Reportage untersucht. Protagonistin ist keine geringere als Tamara Keller, ehemalige fudder- und BZ-Redakteurin. Sie nimmt das Team und die Zuschauer mit in die Lokalredaktion Emmendingen, in der an diesem Tag wichtige Themen und Nachrichten recherchiert und geschrieben werden. Die Doku "Journalistin werden" gibt interessante Einblicke in den Lokaljournalismus, weil sie zeigt, wie stressig und schön der Beruf zugleich sein kann.



Ausgebrannte Corona-Helden

104 Tage liegt der Patient in der Dokumentation "Ausgebrannte Coronahelden – Warum Pflegekräfte keine Kraft mehr haben" schon auf der Intensivstation. Er war ungeimpft und mit Corona infiziert in die Klinik eingeliefert worden. Tobias Kempff und sein Team "fegen nun die Reste zusammen." Corona hat den Pflegenotstand nur verschärft, die Belastung derer, die noch da sind, ist enorm. Die Doku von Spiegel TV lässt Pfleger, Pflegerinnen, Krankenschwestern und Ärzte zu Wort kommen und gibt Einblick in den stressigen und traurigen Alltag. Eine junge Mutter sagte zu Intensivpfleger Andreas Naumann "ich will nicht sterben". Das geht ihm sichtlich immer noch nah. Der Film rückt ins Bewusstsein, was Pflegekräfte durchmachen.

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