Donnerstag: Premiere des Mondo-Musicals "Endlich Frei-Burg" in der MensaBar

Marius Notter

Schwaben-Lenas Ersti-Abenteuer in Freiburg - so könnte das neue Musical der Mondo Musical Group auch heißen, wenn es nicht schon "Endlich Frei-Burg" hieße. fudder-Autor Marius Notter war bei einer der letzten Proben dabei und verrät uns, was uns bei der Premiere morgen Abend in der MensaBar erwartet:



Der Haupteingang der Mensa in der Rempartstraße ist verschlossen, die Vorhänge sind zugezogen. Eintreten kann man nur durch den Seiteneingang; die Schlange von Studierenden, die sich unter der Woche für ein Mittagessen anstellen, fehlt an diesem Samstag. Stattdessen: ein Gewusel von Tontechnikern, Studierende in weißen "Abi 14"-Shirts - die eine mit opulenter Afro-Perücke und Kimono, ein anderer mit kreischend gelber Freddie-Mercury-Jacke.

Vor sieben Jahren startete die Mondo Musical Group, ein Projekt des Studierendenwerks Freiburg, anlässlich des 550-sten Jubiläums der Uni. Der Erfolg war damals so groß, dass aus dem einmaligen Projekt ein fester Bestandteil der Uni-Kultur wurde. Heute setzt sich der Cast des Musicals aus 25 Studierenden zusammen, die seit Mai für das Stück "Endlich Frei-Burg" proben.

In "Endlich Frei-Burg" geht es um Lena (gespielt von Luise Zierer), die aus dem Schwäbischen kommt und ein typisches Freiburger Ersti-Abenteuer durchlebt: Nach der gescheiterten Wohnugssuche schläft sie in der Notunterkunft der StuSie, ist viel alleine, weil sie keinen in der neuen Stadt kennt, kämpft mit dem Studium und muss sich einen Job suchen. Sie lernt die Stadt und die Menschen kennen, feiert auf WG-Partys und hat Heimweh.

"Das wird bunt!"

An einem Tisch vor der Bühne sitzt Stefanie Heine, Regisseurin, Gesammtleiterin und Autorin des Stücks. Aus der rechten Ecke kommen Trommelgräusche und Klaviermusik, die Band bereitet sich auf die Probe vor. Am High-Tech-Keyboard, direkt neben der Bühne, sitzt Rafael Orth, der Musikalische Leiter der Produktion.

"Wir wollten ein Stück komplett über Freiburg machen", erklärt Rafael Orth. Dass dabei nicht wenige Klischees bedient werden, sei kalkuliert: "Es sehen ja fast ausschließlich Freiburger." Orth ist studierter Pianist und kam erst durch die Mondo Musical Group zum Musical.



Für "Endlich Frei-Burg" hat er fünf Stücke selbst komponiert, die restlichen zwölf neu arrangiert. "Das Musical ist Show und Unterhaltung - das wird bunt!", schwärmt er. "Es ist ein bisschen weniger schrill als in den letzten Jahren, auch von der Musik her." Witzig und schnippisch sei es aber trotzdem. Orth bleibt dem heutzutage sehr vom Rock beeinflussten Musical-Stil eher fern und zieht seine Ideen eher aus den US-amerikanischen Musicals der 40er und 50er Jahre. Für einzelne Stücke hat er sich aber auch an elektronischer Clubmusik und Metal orientiert. Eigens für seine Metalkomposition hat Orth sich eine Woche lang durch die Spotify-Metal-Mediathek gehört, um möglichst stiltreu zu bleiben.

Uni, StuSie, Crash und Straßenbahn

"Musikalisch wie thematisch eine Berg- und Talfahrt", meint Orth. "Das Musical ist voll von verschiedensten Einflüssen und Ideen." So ist nicht nur die Uni und die Notunterkunft der StuSie eine Schauplatz in "Endlich Frei-Burg", sondern eben auch das Crash und die Straßenbahn.

Während Luise Zierer alias Lena vor der Bühne steht und mit einer Kollegin plaudert, sitzen zwei Studentinnen auf einem Sofa und unterhalten sich. Der Tontechniker tauscht noch ein paar Batterien an den Mikros aus. Kurze Zeit später begeben sich alle 25 Musical-Darsteller und sieben Bandmitglieder zur Besprechung auf beziehungsweise neben die Bühne. Zehn Minuten später wird getanzt und gesungen. Der Freddie-Mercury-Student singt Queen, die Abi-Shirt-Mädels kreischen. Kurz danach wechselt das Bühnenbild: Tische, die als Betten umfunktioniert werden, stehen da, wo vorher noch circa 20 Mondos eine Choreografie getanzt haben. Lena ist in der Nounterkunft angekommen.

Dann unterbrechen Rafael Orth und Stefanie Heine. Sie wollen die Szene noch einmal sehen. Bis Donnerstag muss alles sitzen. Da ist Premiere in der MensaBar.

 

Mehr dazu:



Was:
Musical "Endlich Frei-Burg" der Mondo Musical Group
Wann:
Donnerstag, 9. Januar 2014, 20 Uhr (Premiere); 11. ,16., 17., 18. Januar 2014, 20 Uhr; 19. Januar 2014, 17 Uhr
Wo: MensaBar
Eintritt: Abendskasse 16 Euro, Studierende 9 Euro    

Fotogalerie: Marius Notter

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.