Corona-Krise

Dieses Onlinequiz wird in Ebringen programmiert und soll gegen Ödnis helfen

Laura Wallenfels

Sich einmal fühlen wie bei Günther Jauch und Quizfragen beantworten gegen die Langeweile in Quarantäne: Martin Schmidt, Informatiker aus Ebringen, nutzt die Corona-Krise um sein neues Projekt, ein Onlinequizbattle, umzusetzen.

Nach seinem Informatikstudium in Freiburg programmierte Martin Schmidt im Jahr 2003 seine erstes eigenes Übungsprojekt, ein Quizbattle im Internet nach dem Vorbild von "Wer wird Millionär".


Was damals ein Hobby war, betreibt Martin gemeinsam mit seiner Frau und einem weiteren Mitarbeiter seit diesem Jahr professionell. "Bevor ich mich auf das Programmieren eigener Projekte konzentriert habe, war ich extern bei größeren Firmen tätig. Auch wegen Corona habe ich mich aber dieses Jahr dazu entschieden, mehr an meinem eigenen Projekt zu arbeiten", erzählt Martin Schmidt.

Täglich mehr als 100 neue Quizfragen

Und so entstand die Idee, das alte Übungsprojekt wieder in Schuss zu bringen. Als neues Feature hat er im März das sogenannte Livebattle programmiert. Das Prinzip ist einfach: Jedem Spieler wird ein passender Gegenspieler zugeteilt und das Quiz kann beginnen. Beide müssen in fünf verschiedenen Kategorien jeweils drei Fragen beantworten. Wer am Ende mehr richtige Fragen beantwortet hat, gewinnt das Battle. Es gibt auch die Möglichkeit mit seinem Gegner zu chatten, eine Revanche einzufordern oder gegen Familie und Freunde anzutreten.

"Am Anfang haben wir uns die Fragen noch selbst ausgedacht. Inzwischen werden hauptsächlich Fragen von den Spielern eingereicht. Täglich erreichen uns um die 100 neuen Quizfragen, die wir natürlich alle auf ihre Richtigkeit prüfen müssen."
Seit Beginn des bundesweiten Lockdowns hat sich die Anzahl der Spieler des virtuellen Quizbattles von anfangs um die 1000 auf mittlerweile rund 6000 erhöht. Um die Langeweile zu bekämpfen sind die Quizfragen für viele eine willkommene Abwechslung.

Für Martin und sein Quizbattle scheint die Quarantäne genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen zu sein.