Neue Corona-Verordnung

Diese Regeln gelten in Baden-Württemberg nach Weihnachten

Sebastian Kaiser

Gastro-Sperrstunde, Kontaktbeschränkungen, FFP2-Masken: Ab dem 27. Dezember gelten im Südwesten strengere Corona-Regeln. So will das Land rasant steigende Infektionszahlen verhindern.

Um sich vor einer drohenden Omikron-Welle zu schützen, verschärft das Land Baden-Württemberg seine Corona-Regeln – am Donnerstagabend wurde die Corona-Verordnung entsprechend angepasst. Die neuen Regeln treten ab dem 27. Dezember in Kraft. Ein Überblick:

  • Kontaktbeschränkungen
    In Innenräumen dürfen sich nach den Weihnachtsfeiertagen maximal 10 geimpfte und genesene Personen treffen. Im Freien ist die Anzahl auf 50 Personen beschränkt. Bei Treffen, an denen mindestens eine ungeimpfte Person teilnimmt, darf nur ein Haushalt mit zwei Personen aus einem weiteren Haushalt hinzukommen. Als ein Haushalt zählen auch Paare, die nicht zusammenleben. Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt – unabhängig von ihrem Impfstatus.
  • FFP2-Maskenpflicht
    In Innenräumen, in denen eine Maskenpflicht besteht, sollen alle Personen ab 18 Jahren eine FFP2-Maske oder eine vergleichbare Maske tragen – etwa KN95- N95-, KF94- oder KF95-Masken. Sollen heißt allerdings, das diese Regel nicht verpflichtend ist.
  • Gastronomie
    Für gastronomische Betriebe gilt in der Alarmstufe II – also bei einer Hospitalisierungsinzidenz von 6,0 oder ab 450 Intensivbetten, die mit Corona-Patienten belegt sind – eine Sperrstunde von 22.30 Uhr bis 5 Uhr. In der Nacht von Silvester auf Neujahr ist der Beginn der Sperrstunde erst um 1 Uhr. Für private Zusammenkünfte in gastronomischen Betrieben gelten weiterhin die Regelungen der privaten Kontaktbeschränkungen.
  • Anpassung der Ausnahmen bei 2G-Plus-Regeln
    Mit der Verordnung werden die 2G-Plus-Regeln, von denen bislang Geboosterte, frisch Geimpfte und Genesene ausgenommen waren, neu gefasst. Von einem zusätzlichen Test sind nur noch Personen ausgenommen, die vor nicht mehr als drei Monaten ihre vollständige Schutzimpfung abgeschlossen haben, ferner Genesene, deren Infektion mit dem Coronavirus nicht länger als drei Monate zurückliegt und diejenigen, die ihre Auffrischungsimpfung erhalten haben. Außerdem Personen, für die keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission hinsichtlich einer Auffrischungsimpfung besteht – also insbesondere Kinder und Jugendliche mit vollständigem Impfschutz bis einschließlich 17 Jahre.
  • Veranstaltungen
    Veranstaltungen sind in der Alarmstufe II nur mit bis zu 50 Prozent Kapazität und maximal 500 Zuschauerinnen und Zuschauern beziehungsweise Teilnehmenden vor Ort möglich. Das betrifft alle Sport-, Kultur-, Informations- und Vereinsveranstaltungen sowie Kongresse.