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Diese 13 Serien retten Dich durch den Herbst

fudder-Redaktion

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken – der Herbst-Blues ist nicht weit. Zeit sich auf’s Sofa zu kuscheln und Serien zu suchten. Das fudder-Team stellt seine liebsten, teils nicht so ganz bekannten Serien vor.

Anika Maldacker empfiehlt "The Pier"

"El embarcadero", wie "The Pier" im spanischen Original heißt, geht unter die Haut: Die beruflich erfolgreiche Architektin Alejandra wird erst vom Selbstmord ihres Mannes Óscar erschüttert – und dann von der Entdeckung, dass er jahrelang ein Doppelleben mit einer anderen Frau geführt hat. Alejandra will mehr über Verónica, die verborgene Seite ihres Mannes und dessen Todesumstände erfahren – und landet somit in einer Gefühlsachterbahn. Die Serie mit zwei Staffeln à acht Folgen gibt es in der ARD Mediathek – aber leider nur noch bis 9. Oktober 2021.



Gina Kutkat empfiehlt "Die Professorin"

"Ich werde es nicht schönreden, wir stecken in einer Krise", sagt Jin-Yoon Kim über ihre neue Aufgabe, die Englisch-Fakultät der Pembroke University aus der Misere zu holen. Sie hat als erste Frau die Leitung des Departments übernommen und will frischen Wind in die altehrwürdigen Unigänge bringen. Dazu muss sie aber erstmal die ältesten Professoren loswerden und ihren Freund/Kumpel/Schwarm Professor Bill Dobson unter Kontrolle kriegen. Klingt langweilig? Ist aber wirklich gut! "Die Professorin" ist im August auf Netflix gestartet, die sechs Folgen dauern 30 Minuten und sind wunderbar wegzugucken. Weil der dunkle Humor den Spagat zwischen Albernheit und Komik schafft und Sandra Oh in ihrer Rolle als Professorin brilliert.



Carolin Johannsen empfiehlt "Liebe & Anarchie"

Sofie ist beruflich erfolgreich, verheiratet, Mutter und könnte objektiv betrachtet glücklicher nicht sein. Das Ganze ist allerdings mehr Schein als Sein, wie ihr neuer Kollege Max schnell entdeckt, als er seine Chefin beim Masturbieren im Büro filmt. Ab dann beginnt die Eskalation. Zwischen Sofie und Max entwickelt sich ein Spiel voller Verbote, Leidenschaft und Macht, das ständig zu eskalieren droht. "Liebe & Anarchie" ist eine Serie voll Drama, Humor, Tiefsinn und Erotik. Die zweite Staffel des Netflix-Dramas soll voraussichtlich nächstes Jahr erscheinen.



Florian Schmieder empfiehlt "After Life"

Tony hat nach dem Tod seiner Frau jegliche Freude am Leben verloren. Der Verlust der Liebe seines Lebens macht aus ihm ein grobes und gleichgültiges Arschloch. Regisseur Ricky Gervais, der auch die Hauptrolle spielt, ist mit "After Life"ein Meisterwerk der britischen Schwarzen Komödie gelungen. In keiner Serie wird die Achterbahn des Lebens so real und direkt gezeichnet, folgt auf einen Moment schlimmster Trauer ein so befreiendes, intensives Lachen. Die Serie gibt es auf Netflix.



Andreas Braun empfiehlt "High-Flyers"

In "High-Flyers", das es in der ZDF-Mediathek zu sehen gibt, hat Rutger de Man die Wahl zwischen Knast und Militärdienst, als er vor dem Richter steht. Der junge Niederländer entscheidet sich für die Militärakademie. In den Weiten Arizonas und an der Nordseeküste wird er zum Kampfjet-Piloten ausgebildet. Schnell wird klar, dass Rutger seinen eigenen Kopf hat. Die größte Bewährungsprobe folgt nach der Militärschule, als er mit seinen Freunden Leyla und Guss mit Kampfjets und Hubschraubern ins Kriegsgebiet nach Syrien muss. Dort geht es bei dem Trio schon bald um Leben und Tod.



Jennifer Fuchs empfiehlt "Queen of the South"

Die Hauptfigur der Netflix-Serie ist die junge Teresa Mendoza, die sich in Mexiko als Geldwechslerin über Wasser hält. Doch ihr Leben verändert sich, als sie sich in einen charismatischen Drogenkurier der Mafia verliebt. Als ihr Freund ermordet aufgefunden wird, muss Teresa aus der Heimat fliehen, um nicht selbst der Mafia zum Opfer zu fallen. Sie flieht nach Texas, um sich eine neue Existenz aufzubauen. Doch auch dort ist sie nicht sicher. Um sich selbst zu schützen, geht sie strategische Verhandlungen mit der Unterwelt ein und muss sich mit den Hierarchien der Drogenschmuggler auseinandersetzen.



Sedric Curic empfiehlt "Fleabag"

Vielleicht feministisch, ganz klar links, liberal, schnorrend und ohne jeden Zweifel pervers: das ist Fleabag – eine junge Londoner Inhaberin eines Meerschweinchen-Cafes, die mit diesem Lifestyle ihrem Umfeld ganz schön auf den Sack geht. Die Comedy-Serie, die es auf Amazon Prime gibt, sprudelt vor dunklem, britischen Humor. Und wer dazu noch auf Drama und hervorragendes Schauspiel steht, kommt erst Recht auf seine Kosten.



Miriam Wißler empfiehlt "Close Enough"

Schräg und doch nachvollziehbar: Die Netflix-Animationsserie von J.G. Quintel zeigt in absurden Situationen die Probleme des Erwachsenwerdens auf. Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Emily und Josh. Er ist ein hoffnungsvoller Videospieldesigner, der tagsüber Flachbildfernseher installiert. Sie arbeitet als Assistentin eines Chefs. Das Paar lebt mit der fünfjährigen Tochter Candice und Mitbewohnern in Los Angeles. Die Figuren haben es schwer damit, die unbeschwerten College-Jahre hinter sich zu lassen und sich der geerdeten Realität des Erwachsenseins anzupassen. Ihnen dabei zuzusehen, wie sie darum kämpfen, ihre Jugend und die vergessenen Träume ihrer 20er-Jahre zurückzugewinnen, tröstet den Zuschauer selbst über das Älterwerden hinweg.



Jana Kohlschütter empfiehlt "The Wilds"

The Wilds ist eine spannende Dramaserie, bei der eine Gruppe Teenager auf einer einsamen Insel strandet. Während sie ums Überleben kämpfen und dabei immer wieder aneinander geraten, werden Geheimnisse gelüftet und Traumata verarbeitet. Nur das Geheimnis um den wahren Grund des Flugzeugabsturzes bleibt verborgen. Diese Amazon-Prime-Serie hat wahren Suchtcharakter, eine zweite Staffel soll bis Anfang 2022 kommen.



Lara Schwalb empfiehlt "Ginny & Georgia"

Wer schon nicht genug von den Gilmore Girls bekommen konnte, für den ist "Ginny & Georgia" auf Netflix genau das Richtige: Es geht um die junge Mutter Georgia, die mit ihrer Teenie-Tochter in eine amerikanische Kleinstadt zieht und dort das verschlafene Leben aufmischt. Von tiefgründigen Mutter-Tochter-Gesprächen, über pikante Liebesgeschichten bis hin zu spannenden Geheimnissen um Georgias Vergangenheit – die Serie sorgt nicht nur für Unterhaltung, sie greift auch das ein oder andere gesellschaftskritische Thema auf.



Leona Strohm empfiehlt "Dark"

Die deutsche Science-Fiction Serie "Dark", die es auf Netflix zu sehen gibt, nimmt den Zuschauer in drei Staffeln in die Kleinstadt Winden mit, in der neben mysteriösen Vorgängen vor allem die Verbindung der Familien in der Nachbarschaft zueinander im Fokus stehen. Wer sich schon einmal gefragt hast, ob die Dinge im Leben zufällig passieren oder ein Sinn dahintersteckt, findet in der Geschichte von Dark vielleicht eine Antwort.



Nora Ederer empfiehlt "Loving Her"

Die erste Liebe ist besonders. Doch was kommt danach? Die Miniserie "Loving Her" von ZDFneo beschäftigt sich mit dem Danach. Erzählt wird das am Beispiel der Literaturstudentin Hanna (Banafshe Hourmazdi). Sie will nach ihrem Uni-Abschluss in Berlin zurück zu ihren Eltern ziehen, weil sie keinen Job findet. Fünf Jahre zuvor war sie mit ihrer ersten Freundin Franzi in die Stadt gekommen, doch lange hielt ihre Beziehung nicht. Während Hanna an einem ihrer letzten Tage durch Berlin streift, erinnert sie sich daran, wie alles mit Franzi begann und an die Frauen, die nach ihr kamen. Ihre Homosexualität steht fast nie im Vordergrund. Vielmehr werden Themen wie Alltagstrott als Lustkiller, unerwidertes Verliebtsein und Affären am Arbeitsplatz aufgegriffen. Keine der sechs Folgen dauert länger als 15 Minuten.



Paula Meister empfiehlt "KuDamm"

"KuDamm" erzählt die Geschichte von drei Schwestern in den 50er- und 60er-Jahren in Deutschland. In der Tanzschule der Familie streben sie nach Selbstbestimmung in einer von Männern dominierten Welt. Die Serie ist die perfekte Mischung aus starken Frauenfiguren, tollen Tanzszenen, Referenzen zur deutschen Nachkriegsgeschichte und traumhaften Kostümen. Produziert vom ZDF, wurde die Serie sogar von Netflix eingekauft. Derzeit gibt es drei Staffeln à drei Folgen, eine vierte Staffel ist in Planung.