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Die Zukunft in die Hand nehmen – ein Jugend forscht-Teilnehmer erzählt

fudder

Der 17-jährige Janis Rohrer aus St. Peter hat eine Fernsteuerung per Handbewegung erfunden und nimmt damit am Jugend forscht-Regionalwettbewerb Südbaden teil.

Janis, warum nimmst du am Jugend forscht-Wettbewerb teil?
Janis Rohrer: Mir macht es Spaß, mein Projekt anderen Leuten vorzustellen und sie für meine Idee der Handsteuerung zu begeistern. Jugend forscht bietet mir die Möglichkeit, mein Konzept zu präsentieren, darauf aufmerksam zu machen, Rückmeldung zu erhalten sowie Verbesserungsansätze zu entwickeln. Zudem finde ich es spannend, an welchen Projekten die anderen Teilnehmer so tüfteln und mich mit ihnen auszutauschen.


Erzähl mal von deinem Projekt.

Hinter "Hand Steering Control" verbirgt sich die Idee, ein Fernsteuerungssystem zu entwickeln, in dem die Hand selbst die Rolle der Fernbedienung einnimmt. Durch mein Konzept reichen allein gezielte Handbewegungen aus, um die Fahrtrichtung eines kleinen Modellautos aus der Ferne zu kontrollieren. Vorwärts, rückwärts, rechts oder links – all diese Dinge steuere ich nur durch Rotationen meiner Hand.

Was hat dich motiviert, am Ball zu bleiben und dein Projekt auch 2021 vorzustellen?

Im vergangenen Jahr war das Interesse an meinem Projekt recht groß und im direkten Austausch mit der Jury, Besuchern und anderen Teilnehmern sind zahlreiche Ideen und Ansätze zur Weiterentwicklung entstanden. Gerade diese Ideen und Verbesserungsvorschläge habe ich in den vergangenen Monaten umgesetzt und so das Konzept der Handsteuerung für den diesjährigen Wettbewerb weiterentwickelt.

Was genau hast du verändert?

Das zentrale Element meines Projekts ist ein Datenhandschuh, der die Handbewegungen und Fingerkrümmungen überwacht und so die für die Steuerung essenziellen Positionsdaten liefert. In den letzten Monaten lag mein Fokus darauf, diesen Handschuh zu verbessern, zu verkleinern und insgesamt alltagstauglicher zu machen. Um diese Ziele zu erreichen, habe ich unter anderem eine eigene Leiterplatine entwickelt sowie einen speziellen 3D-Druck aus elastischem Filament entworfen.

Bereitest du dich auf den diesjährigen Online-Wettbewerb anders vor als auf Jugend forscht im vergangenen Jahr?

Sicherlich ist die Vorbereitung auf den Online-Wettbewerb anders als 2020. Ich brauche mich diesmal zum Beispiel nicht unbedingt um ein Plakat zu bemühen, sondern denke eher an andere Präsentationstechniken wie PowerPoint, Videos oder kleine Animationen. Außerdem ist es dieses Jahr nochmals wichtiger, die Vorstellung klar zu gliedern und den zeitlichen Rahmen einzuhalten, da die direkte Kommunikation mit der Jury nicht mehr so leicht möglich sein wird.

Gab es wegen Corona besondere Herausforderungen?

Durch die Schulschließungen habe ich einen großen Teil der Entwicklungsarbeit zu Hause machen müssen. Auch der Austausch mit anderen Schülern im Rahmen von AGs oder Seminaren konnte dieses Jahr nur bedingt stattfinden.

"Lass Zukunft da" ist das diesjährige Wettbewerbsmotto. Was verstehst du darunter?

"Zukunft dazulassen" heißt für mich, sich selbst mit Problemen unseres Alltags oder Umfelds zu befassen, im Rahmen der eigenen Fähigkeiten Lösungsansätze zu entwickeln und das Wissen und die Möglichkeiten der Menschen um ein kleines Stück zu erweitern. Durch das Forschen an einem Projekt, das Tüfteln an einem Konzept oder das Verwirklichen von Ideen kann jeder bei der Gestaltung und Orientierung unserer Zukunft mitwirken.
Mehr zum 56. Jugend forscht-Wettbewerb unter dem Motto "Lass Zukunft da" und dem Regionalwettbewerb Südbaden findest du hier.