fudder-Interview

Die Uni Big Band spielt am Sonntag mit Sängerin Egzona Hyseni ein Konzert in der MensaBar

Martha Martin-Humpert

Es wird ganz groß: Trompeter Adrian Riess berichtet im fudder-Interview von der mitreißenden Wirkung des BigBand-Sounds und den persönlichen Highlights aus dem Programm am Wochenende.

Ihr seid ganz schön viele, 27 Musikerinnen und Musiker an der Zahl. Seid ihr alle Studierende?

Das kann man nicht direkt sagen, wir sind eine bunte Truppe. Wer bei uns spielt, ist Hobbymusiker und hat irgendwas mit der Uni zu tun. So spielen bei uns auch Doktoranden, ein Kinderarzt der Uni-Klinik, ein BWL-Professor und ein Mitarbeiter des Studierendenwerks. Diese Vielfalt macht Spaß und uns zu einer echten Uni-Big-Band.

Was macht für dich persönlich den Reiz von Big-Band-Musik aus?

Der Facettenreichtum. In unserer Besetzung können wir die klassischen Genres wie Swing, Funk und Latin bedienen. Gerne unternehmen wir aber auch Ausflüge in den Pop- oder Rockbereich. Eben das wollen wir im Übrigen auch an unserem Konzert: eine breite Palette anbieten, wo jeder etwas findet.

Mit dieser Art von Musik verbindet man oft eine bestimmte Zeit: Swing, Frank Sinatra, 20er und 30er Jahre. Fühlt ihr euch als Bandmitglieder dieser Ära verbunden?

Ich persönlich würde sofort sagen: ja! Aber da gibt es innerhalb der Band auch völlig andere Meinungen. Manche stehen viel mehr auf die modernen, ausgeflippten Stile. Am Ende spielen wir aber beides – sowohl das klassische "Georgia on My Mind" von Hoagland Howard als auch das progressive "Shofukan" von Snarky Puppy.

Und wen spricht der Sound vor allem an?

Unsere Big Band Musik erfreut natürlich jeden!

Dann anders gefragt: Warum kann das Konzert auch für Menschen etwas sein, die sonst vielleicht weniger Berührungspunkte mit Big-Band-Musik haben?

Na, das ist eine gute Frage. Ich denke, es sind vor allem auch wir als Band. Wir brennen für diese Musik und versuchen immer auch, unsere Spielfreude und Begeisterung ans Publikum zu übertragen.

Ist das Programm am Sonntag für euch etwas Besonderes?

Auf jeden Fall! Es ist vor allem anspruchsvoll und wir haben uns dieses Semester einige Brocken vorgenommen, die wir schon lange spielen wollen. Ein Höhepunkt ist sicher "Whiplash" aus dem gleichnamigen, oskarprämierten Film von 2014. Da muss unser Drummer ganz schön ran. Ein Highlight wird es natürlich auch, weil wir unserer neuen Sängerin viel Raum einräumen.

Seit kurzem habt ihr eine neue Sängerin, Egzona Hyseni. Wie kam es denn zu dem Neueinstieg?

Die Antwort ist kurz: Unsere alte Sängerin hatte fertigstudiert (wie das so ist bei einer Uni-Formation), Egzona kam zum Casting und hat uns alle weggefegt. Sie hat einen ganz eigenen Musikgeschmack – und das ist gut so! Wir freuen uns auf neue Impulse und darauf, Egzona auch mal bei Pop-Titeln wie Skyfall begleiten zu dürfen, wobei sie die Klassiker mindestens genauso gut beherrscht.

Ihr spielt diesmal in der MensaBar. Ist das ein wichtiger Ort für euch?

Das Studierendenwerk als Betreiber der MensaBar unterstützt uns als Uni-Gruppe schon jahrelang – aber nicht nur uns, sondern auch viele andere Formationen. Das SWFR ist eine Institution, wenn es darum geht, studentische Initiativen zu supporten. Hierfür sind wir wirklich dankbar.
Was: Semester Abschlusskonzert der Uni Big Band Freiburg

Wann: Sonntag, 16. Februar, 19 Uhr
Wo: MensaBar Rempartstraße
Eintritt: 7 Euro, 5 Euro ermäßigt