Kulturszene

Die Metalkaraoke Rockröhre aus dem Eimer gibt’s am 6. März online

Vera Tolksdorf

Die Metalkaraoke im Eimer lässt sich auch von einer Pandemie nicht einschüchtern. Wer mit seiner Stimme bei einem Wettbewerb punkten will, kann sich noch bis Sonntag anmelden.

Vor knapp einem Jahr, am 9. März 2020, hat das vorerst letzte Mal die Metalkaraoke im Eimer in der Belfortstraße stattgefunden. "Ein Jahr Abstinenz", sagt Markus Schillberg wehmütig. Er hat die wöchentliche Veranstaltung 2013 ins Leben gerufen. Aber es gibt Hoffnung für alle Fans der Metalkaraoke: am Samstag, 6. März, feiert das Format unter dem Namen "Rockröhre Live – Freiburgs krasseste Stimme gesucht!" ein virtuelles Comeback bei infreiburgzuhause. Dafür rufen die Veranstalterinnen und Veranstalter dazu auf, sich zu bewerben. Sechs Acts können am 6. März live im Eimer performen – natürlich mit Hygienekonzept. Die Zuschauerinnen und Zuschauer stimmen von zuhause aus im Chat ab, wer weiterkommt.

Moderiert wird das Ganze neben Co-Moderator Markus Schillberg von Ragna Plaehn, Sendeleiterin von UniFM und "bekennender Fan der Metalkaraoke". Auch Tobias Schmutz, Inhaber des Eimers wird mit von der Partie sein, er moderiert während des Streams gemeinsam mit Teresa Kapitz, die auch im Eimer arbeitet, den Chat. Er ist dankbar für die Möglichkeit, die infreiburgzuhause bietet: "Unser Hauptstandbein ist eben die Musik, das ist das, worum es beim Eimer geht. Und solche Formate sind die Einzigen, in denen man das gerade erleben kann."

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen etwas

Dass Metalkaraoke und Eimer untrennbar zusammengehören, zeigt sich auch in der Wahl der Preise: Gutscheine – für den Eimer. "Üppige Gutscheine", betont Markus Schillberg lachend. "Das war ein Teil der Grundidee" erklärt Ragna Plaehn, "weil die Gastronomie im Moment natürlich extrem leidet, wollten wir so den Eimer auch ein bisschen unterstützen".

Entscheidend bei den Preisen ist außerdem, dass alle Sängerinnen und Sänger etwas gewinnen, ganz im Sinne der eigentlichen Metalkaraoke. "Da geht es nie um Leistung", erklärt Ragna Plaehn, "sondern immer nur um den Spaß an der Musik, die Community." Das mache die Veranstaltung auch aus, dass alle offen sind, jeder gern aufgenommen wird. "Auch wenn es natürlich schon Beiträge gab, die hart an der Schmerzgrenze waren", erinnert sich Ragna, "wenn da ein Lied gesungen wird, was du sehr liebst und du dir nur denkst ’Fuck!’" Aber: "Auch da kriegt jeder Applaus, das ist unglaublich wichtig."

Und natürlich gibt es auch immer wieder Beiträge, auf sehr hohem Niveau: Einige Freiburger Bands haben bei der Metalkaraoke schon Sängerinnen und Sänger gefunden, erzählt Markus Schillberg. "Da gab es schon so krasse Beiträge, die hätten eigentlich eine viel größere Bühne verdient." Deswegen hoffen die Veranstalterinnen und Veranstalter auch, die Karaoke durch den Stream über ihre gewohnte Bubble hinaus bekannt zu machen.

Bis Sonntag können sich Solokünstlerinnen und Künstler oder Duette mit drei Songvorschlägen unter lalayeahyeah@eimer-freiburg.de bewerben. Und auch wenn im offiziellen Aufruf von Hardrock, Punk bis Heavy-, Black- oder Death Metal die Rede ist, ruft Markus Schillberg zur stilistischen Lockerheit auf: "Die Leute sollen nicht schüchtern sein – es geht mehr als man meinen möchte."

Was: Rockröhre Live – Freiburgs krasseste Stimme gesucht
Wann: 6. März
Wo: Eimer, zuschauen unter: infreiburgzuhause.de
Wie: Bis Sonntag eine Mail mit drei Songvorschlägen an lalayeahyeah@eimer-freiburg.de schreiben