Club der Freunde

Stadtgeschichte

Die Jesuiten waren 150 Jahre lang in Freiburg ungeliebte Modernisierer

Ihre Spuren sind in der Stadt noch heute zu finden: Vor 400 Jahren kamen die Jesuiten und ihr Orden nach Freiburg – ungebeten und anspruchsvoll. Das führte zu einigen universitären Konflikten.

Wenige Meter vom Bertoldsbrunnen entfernt trifft man an der Bertoldstraße auf die Fassade einer ansonsten von außen wenig sichtbaren Kirche. Sie erinnert an über 150 Jahre spannungsvoller Ereignisse, die sich mit dem Einzug der Jesuiten im November 1620 in Freiburg anbahnten. Die Vorgeschichte beginnt 100 Jahre zuvor, als in der Reformation Freiburg und seine Universität an der alten Kirche festhielten.
1525 verbrannte man auf Anordnung von Erzherzog Ferdinand "ketzerische" Bücher und bemühte sich, durch eifrige Verfolgung evangelischer Strömungen die Gunst des Landesherren zu erhalten. Man verband so die Verteidigung des katholischen Glaubens mit der politischen Absicherung der eigenen Positionen.
Dennoch konnte man ein grundsätzliches Misstrauen der Landesherrschaft nicht gänzlich ausräumen.
Ein katholisches Bollwerk
Aus deren Sicht sollten Stadt und Universität Freiburg als katholisches Bollwerk gegenüber den umliegenden nicht-katholischen Hohen Schulen dienen. Neben den in der Stadt immer wieder auftauchenden reformatorischen Strömungen befand sich freilich auch die Universität in einem Zustand, der sie als katholische Bastion wenig geeignet erscheinen ließ. So beschrieb der päpstliche Nuntius 1576 die Situation, dass "die Professoren fast nur einheimisches Gewächs und ihr Lehreifer und ihre Gelehrsamkeit sehr gering" seien.
Dossier: Alle Folgen der ...

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