Club der Freunde

Höher, länger, lauter

Die Glotterpiraten aus dem Glottertal kapern Fasnachtsumzüge – in ganz Deutschland

Mit ihrem Narrenschiff touren sie durch Deutschland und stehlen auf den Fasnachtsumzügen allen die Show: die Glotterpiraten. Das gefällt nicht jedem Brauchtumshüter.

Dieses Leuchten in den Augen. "Leute, die uns zum ersten Mal sehen, können es nicht glauben. Als wären wir ein Wunder", sagt Heinz Rehm – und leuchtet selbst. Der drahtige 60-Jährige gehört zu den Glotterpiraten. Auf seinem Sattelzug transportiert er einen Wasserfall, King Kong und ein Piratenschiff mit 30-köpfiger Besatzung.

Ist das noch Brauchtum, oder nur Protz? Die Glotterpiraten beim Umzug in Nordrach:



Einer der Piraten wurde auf den Aufsichtsmast abgestellt, um die zwischen den Häusern gespannten Fetzenleinen anzuheben, die sonst heruntergerissen würden. Nimmt man es genau, ist der sieben Meter hohe und 20 Meter lange Umzugswagen aus dem Glottertal für den Fastnachtsumzug im Narrennest Nordrach eine Nummer zu groß. Aber genau darum geht es ja: Das Überdimensionale gehört zum Kalkül.

Mit der Soundanlage an Bord ließe sich eine Konzerthalle beschallen. Alle übrigen Geräusche im Umkreis werden ausradiert. Mal läuft Helene Fischer, mal "Insomnia" von Faithless, ständig etwas, das ballert. "Mir persönlich ist das zu laut. Aber wir haben ja Karneval", meint eine Frau, die wohl nicht von hier ist.

Das Schiff der Glotterpiraten ist eine rollende Reizüberflutung. Wohin gucken? Auf den Gorilla ...

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