Tipps

Die besten 7 Serien, um die Vorweihnachtszeit zu meistern

fudder-Redaktion

Alles ist schon wieder beunruhigend da draußen – deshalb bleiben wir lieber drinnen. Und weil man dort am besten Netflix, Amazon und Co. schauen kann, haben wir hier die besten Serien-Empfehlungen für euch.

Carolin Johannsen empfiehlt "Der Kastanienmann"

Grausame Morde halten die Ermittler Naia Thulin und Mark Hess in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen auf Trab. Schon in den ersten Minuten gibt es vier Leichen. Das nächste Opfer ist eine junge Mutter. Erschlagen, ein Auge ausgestochen und eine Hand fehlt. Die Tat ist grausam und außer einem kleinen Kastanienmännchen, das die Ermittler am Tatort finden, gibt es keine Hinweise auf den Täter. Nicht lange, dann folgt ein weiterer Mord nach demselben Muster. Wieder gibt nur eine kleine Figur einen Hinweis auf den Täter. "Kastanienmann" nennen die Ermittler den Mörder, nach dem sie fahnden. Während sie nach ihm suchen, tauchen sie immer tiefer auch in vergangene Fälle ein.

Die Serie dänische Serie "Der Kastanienmann" (im Original Kastanjemanden) ist eine kurze Krimiserie nach skandinavischer Manier. Die Morde sind brutal, die Ermittler ein wenig schrullig, die Bilder düster und bedrückend. In sechs Folgen, die zwischen 50 und 60 Minuten dauern, erfahren die Zuschauer, was den Kastanienmann zu seinen brutalen Morden bewegt hat. Die Serie hat nicht nur die Ambition, zu unterhalten, sondern auch noch zu mahnen. Das ist den Regisseuren definitiv gelungen.

Zu sehen auf Netflix.

David Pister empfiehlt 7 vs. Wild

Der nächste Corona-Winter zieht ins Land. Die unendliche Gleichförmigkeit des gesellschaftlichen Lebens ermüdet. Dazu schwinden die Möglichkeiten ohne schlechtes Gewissen zu feiern und zu reisen. Es fehlt an Abenteuer! Die Serie 7 vs Wild auf YouTube gleicht dieses Defizit aus. Fritz Meinecke, Abenteurer und Outdoor-Youtuber hat eine Survival-Show organisiert und nimmt selbst daran teil. Das Prinzip: Sieben Kontrahenten müssen sieben Tage in der Wildnis Schwedens überleben und dürfen, neben ihrer Kleidung, nur sieben Gegenstände in die Natur mitnehmen.

Die Teilnehmer dokumentieren ihren Alltag. Sie müssen sich einen Unterschlupf bauen, Nahrung beschaffen und die soziale Isolation überstehen. Es ist unterhaltsam, wie unterschiedlich die Teilnehmer diese alltäglichen Aufgaben erledigen. Dabei wird die eigene Abenteuerlust getriggert und man erwischt sich dabei zu überlegen, welche sieben Gegenstände man selbst mitgenommen hätte. Die erste Folge ging vor drei Wochen online, neue Folgen werden immer mittwochs und samstags hochgeladen.

Lara Schwalb empfiehlt "Maid"

Die Serie "Maid" läuft bei Netflix und beruht auf einer wahren Geschichte. Es geht um die junge Mutter Alex (großartig gespielt von Sarah Margaret Qualley), die von ihrem Partner emotional missbraucht wird und dann vor ihm die Flucht ergreift. Sie schlägt sich als Reinigungskraft durch, um sich und ihre Tochter zu versorgen. Immer im Hintergrund dabei: Mutter Paula, die auch von Qualleys echter Mutter Andie MacDowell gespielt wird. Über ihre Tätigkeiten schreibt Alex Kurzgeschichten, die ihr am Ende ein Stipendium an einer Universität einbringen. Die Miniserie ist ein riesiger Netflix-Erfolg, eine Folge dauert etwa eine Stunde. Mich hat sie sehr gefesselt, habe sie innerhalb von zwei Tagen wortwörtlich durchgesuchtet.

Zu sehen auf Netflix.

Anika Maldacker empfiehlt "Sex Education"

Sicher kein Geheimtipp, aber eine heiße Empfehlung für alle, die es noch nicht geschaut haben. Sex Education ist die perfekte Serie für genau jetzt. Sie ist witzig, menschlich und unterhaltsam. Außerdem ist sie tiefgründig und leicht verdaulich zugleich – und so divers, wie es wenige Serien schaffen. Und das alles, ohne anstrengend zu sein. Das fängt bei der zeitlichen Ebene an, denn die Kleidung und das Ambiente erinnert an die 80er-Jahre, aber jeder hat ein Smartphone. Das geht bei den sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten weiter. In den ersten Folgen wirkt die Serie noch sehr Teenie-lastig, aber die Geschichten nehmen mit jeder Folge an Intensität zu – und das anzuschauen, macht unheimlich Spaß.

Zu sehen auf Netflix.

Emma Tries empfiehlt "Weihnachten zu Hause"

Ohne Partner und ohne Kinder muss die dreißigjährige Krankenschwester Johanne viel über sich ergehen lassen: die Familie, die sich keinen Kommentar verkneifen kann, die Freunde, deren Leben sich nur noch um die Kinder drehen und die Arbeit, die ihre gesamte Zeit in Anspruch nimmt. Um sich beim Essen mit der Familie den vielen Fragen zu entziehen, platzt Johanne die Lüge raus, dass sie seit Neustem einen Freund hat. Und weil ihre Familie den neuen Freund direkt für Heiligabend einplant, wird ihr klar, dass sie aus der Nummer nicht mehr rauskommt. In den kommenden Wochen versucht Johanne alles, um eine Begleitung zu finden. Beim Speeddating und auf Datingapps lernt sie die verschiedensten Männer kennen, manche mehr, manche weniger angenehm. Die Tage bis Heiligabend schwinden dahin und Johanne muss sich bald im Klaren darüber werden, was sie möchte. "Weihnachten zu Hause" bedient zwar einige Klischees, ist aber richtig gut darin einen mit Romantik und schneebedeckten Landschaften in Weihnachtsstimmung zu bringen.

Beide Staffeln sind auf Netflix verfügbar.

Jana Kohlschütter empfiehlt "Modern Love"

Liebe, Romantik, Herzschmerz und Menschlichkeit – die Amazon-Prime-Serie erzählt von Liebesgeschichten, wie sie auch im echten Leben sind – so unterschiedlich wie sie nur sein können. Die Serie basiert auf der gleichnamigen Kolumne der New York Times. Von verlorener Liebe und inniger Freundschaft über wilde Ehe bis hin zu herzzerreißender Scheidung zeigt Modern Love alle Aspekte der Liebe. Jede Folge ist voneinander unabhängig und gibt einen Einblick in das Liebesleben verschiedenster Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen. Wem also nach Romantik in New York ist und wer von Kitsch und unrealistischen Liebesdrama verschont werden möchte, für den ist Modern Love genau das Richtige.

Zu sehen auf Amazon Prime.

Jennifer Fuchs empfiehlt "The Billion Dollar Code"

Die im Oktober 2021 veröffentlichte Netflix-Serie spielt in zwei Zeitebenen, die sich im Verlauf der Geschichte immer wieder abwechseln. In der Gegenwart handelt es sich um einen Rechtsstreit zwischen dem Berliner Start-Up-Unternehmen Art & Com und Google. Bei der Gerichtsverhandlung geht es um die Patentrechtsverletzung von der Software Google Earth, die eigentlich von Art & Com unter dem Namen Terravision entwickelt wurde.Die Rückblende zeigt die Gründung von Art & Com in den frühen Neunziger Jahren.

Hier erlebt der Zuschauer, wie die Freunde Carsten Schlüter, damals Kunststudent in Berlin, und Juri Müller, ein Computerspezialist und Mitglied im Chaos Computer Club, zusammen ihr erstes Start-Up-Unternehmen gründen. Voller Enthusiasmus wollen sie eine revolutionäre Software entwickeln, aber dies wird schwieriger als gedacht. Die Miniserie basiert übrigens auf einer wahren Begebenheit.

Zu sehen auf Netflix.

Noch mehr Tipps: