Club der Freunde

Mordfall Haid

Der Todesschütze, der mit dem Fahrrad kam

Es ist die Geschichte eines Anwalts, eines Kochs und eines Drogendealers: Am Landgericht Freiburg hat der Prozess um den gewaltsamen Tod eines 24-Jährigen begonnen.

Geh’ hin, drück ab, fahr wieder heim. Und leb’, als sei nichts passiert. Diese Worte, so sagt Andreas J., 33, habe er mit auf den Weg genommen, als er nachts am 17. Juli 2019 draußen im Freiburger Gewerbegebiet Haid vom Koch zum mutmaßlichen Auftragsmörder wurde. Am Ende lag der Drogendealer Niklas E., 24, mit zwei Kugeln im Kopf auf dem Asphalt eines Wendehammers. Jeder dieser beiden Schüsse für sich wäre tödlich gewesen.

Der Anwalt Guntram L. (39), der mutmaßliche Auftraggeber der Mordtat und laut J. der Urheber des aufmunternden Geh-hin-Satzes, hat sich Mitte November in der U-Haft in der JVA Offenburg das Leben genommen. Andreas J. ist der Einzige aus dem ungleichen Trio, der übrig geblieben ist. Aber dass er so weiterlebt, als sei nichts geschehen, lässt sich nicht behaupten. Am Montag wird er in einem grauen Kapuzenpulli mit Hand- und Fußfesseln auf die Anklagebank im Saal IV des Landgerichts Freiburg geführt. Er äußert sich in den zwei Stunden danach wortreich zu seinem Leben und der ...

Wenn Du diesen Artikel lesen möchtest, solltest Du Mitglied werden in fudders Club der Freunde. Du unterstützt auf diese Weise jungen Journalismus in Freiburg.


Als Bonus gibt's für Dich exklusive Veranstaltungen und Gewinnspiele und vieles mehr: Elf Gründe, warum wir Dein Geld wert sind >>

Bist Du schon Mitglied in fudders Club der Freunde? Bitte einloggen >>