Interview

Der Freiburg Hackathon will der Kunst- und Kulturszene helfen

Anika Maldacker

Wie kann man der gebeutelten Kunst- und Kulturszene in der Pandemie helfen? Darum soll es beim Freiburger Hackathon vom 18. bis 20 Juni gehen. Bei der digitalen Veranstaltung kann jeder mitmachen.

Anika Maldacker sprach mit Maria Bieber vom Netzwerk BWCon, das den Hackathon ausrichtet.

Der diesjährige 7. Hackathon ist von der Pandemie geprägt. Inwiefern?

Maria Bieber: Das Thema des Freiburg-Hackathons lautet in diesem Jahr "Kunst und Kultur" und ist auch von dem Konsortium geprägt, das den Hackathon nun schon seit Jahren zusammen veranstaltet, wie Carl-Schurz-Haus und Stadt Freiburg mit dem Amt für Digitales und IT – DIGIT. Wir wollten mit dem Motto die Kulturszene unterstützen. Im vergangenen Jahr hat das Thema "Gesundheit" schon zufällig zur Pandemie gepasst. Nun war es uns allen im Organisationsteam ein Anliegen, etwas für die stark gebeutelte Kunst- und Kulturszene zu tun. Beim Hackathon gibt es verschiedene Aufgaben, also Challenges, bei denen wir versucht haben, möglichst viele Fragestellungen aus der Kulturbranche zu erarbeiten. Beispielsweise stellen wir die Frage, wie digitale Tools zum Einsatz kommen können oder wie ein Ticketingsystem aussehen kann. Wir hoffen, dass dabei gute Ideen entstehen, die die Branche wirklich unterstützen. Der Hackthon soll nicht nur ein adrenalingetriebenes Event sein, sondern auch nachhaltige Lösungen schaffen.
Zur Person: Maria Bieber, 55 Jahre, ist Leiterin des Netzwerk BWCon im Regionalbüro in Freiburg/südlicher Oberrhein.

Aber auch die Teilnahme ist von der Pandemie geprägt?

Ja, in diesem Jahr findet der Hackathon wie im vergangenen schon pandemiebedingt digital statt. 2020 haben mehr als 100 Menschen teilgenommen, so viele wie nie zuvor. Ob die Teams sich dann an einem Ort zusammenfinden oder selbst digital vernetzen, bleibt ihnen überlassen. Wir stellen die digitale Plattform zur Verfügung und sorgen per Gutschein für Essen und Trinken.

"Am Ende gewinnt nicht das Team mit dem besten Code, sondern mit der besten Idee." Maria Bieber

Was genau ist ein Hackathon?

Bei einem Hackathon geht es darum, in kurzer Zeit auf eine bestimmte Fragestellung eine Lösung zu finden. Viele kommen in fertig gebildeten Teams, andere finden beim Hackathon als Team zusammen. Es ist wie eine sportliche Herausforderung zu sehen. Es geht darum, kreative, technische Lösungen für Probleme zu finden und zu programmieren. Der Freiburger Hackathon hat Tradition, weil verschiedene Menschen dabei sind. Man braucht keine Vorkenntnisse. Es machen IT-Nerds mit ebenso wie normale Bürger, die nie programmiert haben. Am Ende gewinnt nicht das Team mit dem besten Code, sondern mit der besten Idee.

Was ist das Ziel des Hackathons?

Das Ziel ist dieses Jahr der stark geschwächten Kunst- und Kulturbranche Unterstützung anzubieten. Und mehr zu sensibilisieren, welche digitalen Lösungen im Kulturalltag wichtig sein können. Am Ende des Hackathon kürt die Jury drei Gewinnerteams, die jeweils einen Preis in Höhe von 1000 Euro erhalten, plus einen Medien-Preis der BZ-Medien.
Was: 7. Freiburg Hackathon
Wann: 18. bis 20. Juni 2021,
Wo: digital
Infos: Zu Anmeldung. Die Teilnahme ist kostenlos.
Website: https://hackathon-freiburg.de