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Der Concept Store "Die Nische" hat in der Grünwälderstraße ein Zuhause gefunden

Angelina Klee

Die Nische hat nach einigen Umzügen nun ein festes Zuhause gefunden. Seit 1. Juli kann man Unikate von Freiburger Künstlern in der Grünwälderstraße kaufen – von Schmuck bis Möbel gibt es alles.

Hannah, 30, Sebastian, 26, Steffen, 39, und Dominik, 40, haben den Concept Store "Die Nische" vor rund drei Jahren gegründet. Angefangen haben sie als Pop-Up-Store am Rotteckring. Nachdem sie in der Salzstraße und in Oberlinden für insgesamt knapp zwei Jahre waren, haben sie nun endlich ihr festes Zuhause in der Grünwälderstraße gefunden. Auf 120 Quadratmetern gibt es jede Menge Kunst aus erster Hand.


Die Geschichte

"Wir kamen von unserem vorherigen Vermieter aus der Salzstraße hier in den Laden in der Grünwälderstraße", sagt Steffen über die neuen, dauerhaften Räume. Vorher waren an dem Ort der Second-Hand-Shop Schlepprock und der Rollenspiel-Laden Kainskind. Nun ist die Nische drin und will bleiben.

Die Nische startete als Pop-Up-Store, der vom Verein Kulturaggregat gegründet wurde. Heute ist die Nische ein Concept Store, in dem man Kunst von lokalen Künstlern aus Freiburg und der Umgebung kaufen kann. Die vier Inhaber Steffen, Sebastian, Hannah und Dominik sind zugleich mit ihren Labels in der Nische vertreten.

Die Labels

Steffen Heisch, gelernter Grafiker, hat vor etwa acht Jahren sein Label Pieces of the City gegründet. "Seitdem ich 14 bin, beschäftige ich mich mit Graffiti", sagt Steffen. Er hat viel experimentiert und bringt heute seine Kunst mit handgeschnittenen Sprühschablonen auf Altholz. "Ich will Unikate schaffen, die sich jeder leisten kann", sagt er.

Sebastian Kopf, der in Frankfurt Marketing studiert hat, bringt seine Heimat, den Schwarzwald, auf selbst designte Hoodies, Shirts und Caps mit seinem Label Black Forest Apparel.

Hannah Richter von Hannah Lotta benutzt Holz um ihren eigene Schmuck zu designen und herzustellen.

Dominik Meutzner von Schwarzwald Guerilla verkauft in der Nische seine Upcycling-Produkte, wie zum Beispiel Besteck als Garderoben oder Uhren aus Schallplatten. In der Nische gibt es noch weitere Labels wie Butzeline Design, Stückgut oder die Eigenbrötlerei. Die Nische will jungen Künstlern eine Plattform bieten, ihre Kunst den Menschen näher zu bringen.

Der Start in der Grünwälderstraße

"Als wir während des Lockdown die Nische in Oberlinden zu machen mussten, haben wir die Zeit genutzt um den neuen Laden in der Grünwälderstraße zu renovieren und startklar zu machen", erzählt Steffen über die Corona-Krise. "Uns war wichtig, dass wir alles selbst renovieren", sagt er. Von 25 Quadratmetern im vorherigen Geschäft auf 120 haben sie sich nun deutlich vergrößert. "Wir haben am 1. Juli ohne große Ankündigung die Nische geöffnet", sagt er. Die Corona-Krise merken sie im Laden gar nicht und sind eher positiv überrascht über den Ansturm. "Es sind aktuell sehr viele Menschen in der Stadt unterwegs, viele Touristen die Städtetrips machen", sagt Sebastian. Für das Team der Nische war die Krise der richtige Zeitpunkt für ihr Konzept.

Die Kunden und das Sortiment

Eine bestimmte Zielgruppe, die in der Nische einkauft gibt es nicht, sagen Steffen und Sebastian. "Bei uns kaufen Menschen ein, die Wert auf Produkte legen, die nicht von der Stange kommen und einen Nachhaltigkeitsanspruch haben", erklärt Sebastian. "Unser Sortiment variiert, denn manchmal haben wir Künstler, die nur zwei Monate ihre Werke bei uns im Laden verkaufen." Es lohnt sich also, immer mal wieder in der Nische vorbeizuschauen, denn man findet immer etwas, das man noch nicht kennt.
  • Kulturaggregat: Web

Die Nische: Website & Instagram & Facebook

Öffnungszeiten:

Mo – Fr 11 bis 18 Uhr

Samstags 11 bis 19 Uhr

Adresse:

Grünwälderstraße 23

79098 Freiburg