Demonstranten protestieren vor einer Veranstaltung der "Alternative für Deutschland" im Bürgerhaus Zähringen

Carolin Buchheim

Im Bürgerhaus Zähringen findet am Samstagnachmittag eine Veranstaltung der "Alternative für Deutschland" (AfD) mit Parteisprecher Bernd Lucke statt. Rund 40 Aktivistinnen und Aktivisten protestierten vor Beginn des Vortrags.



"Es gibt kein Recht auf rechte Propaganda" und "Nationalismus raus aus dem Köpfen" skandierten die rund 40 Demonstrantinnen und Demonstranten am Samstagnachmittag um 14:40 Uhr bei ihrem kurzen Demonstrationszug von der Tram-Haltestelle Hornusstraße die Zähringer Straße hinunter zum Bürgerhaus Zähringen. Begleitet wurden sie von einer etwa gleich großen Zahl Polizeibeamter.

Im Bürgerhaus Zähringen war für 15 Uhr eine Parteiveranstaltung der "Alternative für Deutschland" mit dem Titel "Der Euro und die Zukunft Europas" mit Parteisprecher Bernd Lucke angekündigt. Vor dem Bürgerhaus demonstrierten bei Ankunft des kleinen Demozugs bereits eine handvoll Mitglieder der Partei "Die Linke" mit Fahnen und verteilten Flugblätter an die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung.

Rund 150 Menschen waren zu der AfD-Veranstaltung gekommen, die allermeisten von ihnen Parteimitgliedern. Nicht-AfD-Mitgliedern wurde der Zugang zum Bürgerhaus nach dem Eintreffen des Demonstranten verweigert, man wolle zunächst gucken, "ob überhaupt genug Platz sei", so ein Verantwortlicher. Polizisten bildeten eine Barriere zwischen dem Eingang des Bürgerhauses und der Demo. Neugierig beäugten Veranstaltungsbesucher die Demonstration vor der Tür von den Fenstern des Bürgerhauses aus; die Veranstalter filmten und fotografierten die Demonstrierenden.



Bei einer kurzen Kundgebung vor dem Bürgerhaus äußerten die Demonstranten ihre Kritik an der AfD und ihrem Sprecher. Lucke stehe für eine Politik, die "mit Argwohn und Abscheu" auf sozialbenachteilgte Menschen blicke und "unter dem Deckmantel der Euro-Kritik" eine stärkere Rolle der Bundesrepublik in der EU fordere.

Außerdem kritisierten sie die Aufnahme rechtsextremer Mitglieder und homophobe Äußerungen Luckes. Nach zehn weiteren Minuten mit Demo-Samba-Trommeln und Parolen - unter anderem auch "Pfui! Lucke, ich bin dein Vater!" - zog die Demo zurück zur Hornusstraße - um Punkt 15 Uhr.

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