Freiburg

Demonstranten besetzen Bäume, die für neuen Stadtteil gefällt werden sollen

Stephanie Streif

Im Freiburger Westen soll ein Waldstück dem neuen Stadtteil Dietenbach weichen. Dagegen protestieren nun einige Menschen – mit Parolen wie "Antifaschistische Aktion" und "Jeder Baum zählt".

In dem zwischen der Besançonallee im Osten und dem Mundenhof-Parkplatz im Westen gelegenen Langmattwäldchen hat eine kleine Gruppe Aktivisten Baumhäuser errichtet, um gegen die von der Stadtverwaltung geplanten Baumfällungen zu demonstrieren. Ein Teil des Waldstücks soll dem neuen Stadtteil Dietenbach weichen.

Zwischen die Baumstämme hatte die Aktivistengruppe Banner gespannt, auf denen unter anderem "Antifaschistische Aktion" und "Jeder Baum zählt" stand. In einer Mitteilung an die Presse teilte die Aktivisten-Gruppe mit, dass dieses "fünf Hektar" große Waldstück "in Zeiten von Klimakatastrophe und Trockenheit unter keinen Umständen für den Bau von luxuriösen Einfamilienhäusern gefällt" werden dürfe.

Stefanie Werntgen vom Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung sagte auf BZ-Anfrage, dass Baubürgermeister Martin Haag der Gruppe bereits das Gespräch angeboten habe – auch um die eine oder andere Behauptung in der Mitteilung richtigzustellen. Für die Infrastruktur des neuen Stadtteils, so Werntgen, würden nicht fünf, sondern nur vier Hektar Wald in Anspruch genommen. Außerdem werde nicht ein einziges Einfamilienhaus auf dem Areal gebaut. Bei der Polizei war Freitagnachmittag noch keine Meldung der Aktion eingegangen.