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Das sind unsere 10 Highlights aus der neuen Spielzeit am Theater Freiburg

Angelina Klee & Anika Maldacker

Am Donnerstag stellte das Leitungsteam des Theater Freiburg unter Vorbehalt den neuen Spielplan 2020/2021 vor – und sprach über die Komplikationen aufgrund der Corona-Krise in der ersten Spielzeit. Wir haben unsere persönlichen Favoriten zusammengefasst.

"Der Spielplan 2020/2021 war eigentlich schon fertig, doch dann kam der Lockdown", sagt Theaterintendant Peter Carp zu Beginn der Pressekonferenz am Donnerstag. Der Spielplan wurde nun in drei Phasen aufgeteilt. Von September bis Dezember gibt es einen Corona-Spielplan, bei dem die Abstands- und Hygieneregeln noch mitbedacht sind. Ab Januar bis zum Ende der Spielzeit 2020/21 nimmt die Theaterführung an, dass die Corona-Regeln verschwinden. Dann könnten auch wieder große Produktionen starten, die nun teils von der vergangenen Spielzeit in die kommende verschoben werden. Ab der Spielzeit 2021/22 hoffe man, dass der Theaterbetrieb wieder so wie vor der Corona-Pandemie laufe. Alles nur Annahmen, die man aber brauche, um zu planen, so Carp.

Das sind unsere Highlights der Spielzeit 2020/2021 am Theater Freiburg:

Walden

In dieser Performance von und mit dem Showcase Beat le Mot werden die Zuschauer in den Wald geführt. Direkt vor Ort wird eine Waldperformance gezeigt, die darauf aufmerksam macht, wie wir mit unserer Natur umgehen. Das Stück soll die Sinne schärfen und zeigen, dass es sich lohnt unsere Wälder zu schützen.
Premiere: 25. September 2020 im Wald
Performance: Beat le Mot

One One One

Zur Spielzeit Eröffnung wird One One One gezeigt. Dieses Tanzstück ist einmalig und persönlich, denn die Tänzerinnen und Tänzer tanzen bei jeder Aufführung für eine spezielle Person die auf einem Stuhl vor ihnen sitzt. Das stehende Publikum darf zusehen, bleibt aber lediglich stiller Beobachter.
Aufführung: 25. September und 26. September 2020
Sparte: Tanz
Location: Steinfoyer oder Theatervorplatz

Damaskus 2045

Im Jahr 2045 hat man den Bürgerkrieg in Syrien so gut wie vergessen. Damaskus ist eine Weltstadt geworden und nichts erinnert mehr an die schrecklichen Kriegsjahre. Doch als in einem Museum Erinnerungsstücke an diese Zeit verschwinden und viele Bürgerinnen und Bürger gleichzeitig unter qualvollen Albträumen leiden, kehren wieder Erinnerungen an die vergessene Vergangenheit zurück.
Premiere: 9. Oktober 2020, Kleines Haus
Regisseur: Omar Abusaada
Sparte: Schauspiel

Pippi Langstrumpf

Pippi wird 75 – und deshalb stürmt das stärkste Mädchen der Welt mit den roten Zöpfen die Bühne des Freiburger Theaters. Gemeinsam mit ihren Freuden Tommy und Annika, ihrem Pferd Kleiner Onkel und dem Affen Herr Nilsson erlebt sie jede Menge Abenteuer.
Premiere: 13. November, Großes Haus
Sparte: Kinderstück, ab fünf Jahre
Regie: Miriam Götz

Hedda Gabler

In einer Art Amoklauf befreit sich Hedda aus ihrem sozialen Umfeld. Henrik Ibsen hat mit der Figur Hedda Gabler eine der schwierigsten und mysteriösesten Frauenfiguren der Literatur geschaffen. Ob sie eine sensible Außenseiterin, eine Femme fatale, eine selbstbestimmte Frau, eine künstlerische Egomanin oder eine skrupellose Psychopathin ist, weiß man nicht so genau – oder kann jeder für ich selbst entscheiden.
Premiere: 20. November 2020 im kleinen Haus
Regisseur: Lydia Bunk

Madama Butterfly

"Madama Butterfly" ist eine berühmte Oper des italienischen Komponisten Puccini, die wiederum auf der Kurzgeschichte "Madame Butterfly" des Juristen und Schriftstellers John Luther Long beruht. Die Oper besteht aus drei Akten, in denen es um die Figuren Pinkerton und Butterfly geht. Butterfly hat mit ihrem alten Leben abgeschlossen um ein neues mit Pinkerton zu starten. Sie wird jedoch bitter enttäuscht, als sie erfährt, dass dieser nach seiner Abreise nie wieder zurückkehren wird. Ein nervenaufreibendes und spannendes Musiktheater, das viele Fragen zum Leben in den Raum wirft. Ursprünglich sollte das Musiktheater in der vergangenen Spielzeit Premiere feiern.
Premiere: 17. Januar 2021
Sparte: Musiktheater
Musikalische Leitung: Fabrice Bollon

Faust I + II

Goethes Faust ist ein Klassiker der deutschen Literatur und spannt einen Bogen von mittelalterlichem Mysterienspiel bis zu politischen und wissenschaftlichen Fragestellungen seiner Zeit. Der polnische Regisseur Krzysztof Garbaczewski, einer der innovativsten Künstler seines Landes, spiegelt diese Mischung wieder. In seiner Inszenierung wendet er neben alten Theatermitteln auch Techniken wie Virtual und Augmented Reality an.
Premiere: 6. Februar 2021, Großes Haus
Sparte: Schauspiel
Regie: Krzysztof Garbaczewski

Die Seuche (Arbeitstitel)

"Die Pest", Albert Camus 1947’ erschienener Roman, ist das Werk der Stunde. Damals beschreibt der Autor nüchtern, wie in den 1940 jahren eine überwunden geglaubte Plage über die algerische Stadt Oran hereinbricht. In der Corona-Pandemie reagieren wir derzeit ähnlich hilflos, wie die Protagonisten in Camus’ Werk.
Premiere: 26. März 2021, Kleines Haus
Sparte: Schauspiel
Regie: Amir Reza Koohestani

Schauinsland. The Misfortune oft the English

In diesem Musiktheater geht es um einen Ausflug auf den Schauinsland, den 27 englische Jungen im Jahr 1936 mit ihrem Lehrer machen. Das tragische Ende des Kollektivs ist, dass fünf der Jungen bei dem Ausflug sterben werden.
Premiere: April 2021, um den 85. Jahrestag des "Engländerglücks"
Sparte: Musiktheater
Text: Pamela Carter
Regisseur: Thomas Fiedler

Jukeboxopera

Wie komponiert man die Vergangenheit, die langsam zur Zukunft wird? Wie vertont man 900 Jahre Geschichte? Wie komponiert man ein Stadtjubiläum? Der Komponist Detlef Heusinger wagt sich – zwar corona-bedingt verspätet an den Versuch – anlässlich des Freiburger Stadtjubiläums. Er verwandelt das Theater Freiburg – gemeinsam mit dem SWR Experimentalstudio in ein Haus voller Musik. Jukeboxopera soll ein chronologisches Musiktheater sein, ein viel-rhythmischer Rausch, eine musikalische Zeitreise.
Premiere: 22. Juli 2021, Großes Haus

Künstlerische Leitung: Detlef Heusinger

Sparte: Musiktheater