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Thomas, Victoria und Stefan wollen mit ihrer App Medquest das Gesundheitssystem revolutionieren

fudder

Fünfminütige Arztbesuche mit langen Wartezeiten sollen laut der Gewinner des BZ-Medienpreises beim Freiburg Hackathon 2020 der Vergangenheit angehören. Die Zukunft gehört ihrer App Medquest: einer ärztlichen online Diagnose-on-Demand.

Victoria und Thomas lernten sich bei einem Event für Business Schools aus ganz Europa kennen und beschlossen, gemeinsam am L’Oréal Brandstorm 2019 teilzunehmen. Dafür suchten sie noch eine dritte Person mit naturwissenschaftlichem Background und fanden über LinkedIn Stefan. Die rein telefonische Zusammenarbeit führte sie ins Deutschlandfinale. Danach wurde es Zeit für ein Teamwork Face to Face, das ihnen den Weg zum globalen Brandstorm-Finale nach Paris ebnete. Es folgten zweite Plätze bei der Start-Up Pitch Competition der Universität Köln und dem Hackathon von Thyssenkrupp. Dieses Jahr konnten sie den Gewinn des BZ-Medienpreises beim Freiburger Smart Health Hackathon 2020 für sich verbuchen. Hier haben sich drei junge Macher gefunden, die gut zusammen funktionieren.


Warum braucht die Welt die Medquest App?

Mehr als 50 Prozent aller Arztbesuche weltweit dauern weniger als fünf Minuten. Für diese kurze Diagnose muss oft eine weite Strecke gefahren werden und es kann in der Praxis zu langen Wartezeiten kommen. Zudem besteht das Risiko, sich im Wartezimmer anzustecken. Mit der App Medquest wollen die drei Nachwuchsforscher diese Probleme lösen und die Gesundheitsbranche aufrütteln. Genauer gesagt, sollen Kurzbesuche beim Arzt, bei denen es häufig nur um eine einfache Untersuchung geht, durch Online-Diagnosen per App ersetzt werden.

Wie soll das funktionieren?

Bei Start der App werden vom Benutzer die Gesundheitsdaten abgefragt. Sie können bequem per Apple- oder GoogleHealth hochgeladen werden. Es folgen spezifische Fragen zur aktuellen Verfassung wie Körpertemperatur, Glucose- und Blutzuckerspiegel, Herzrate und Blutdruck. Diese Daten können auch bequem und präzise mittels Wearables wie Fitnesstracker und Smartwatch bestimmt werden. Die App erstellt dann einen verschlüsselten und anonymisierten Fall, der zur Diagnose freigegeben ist. Die Kosten pro Anfrage sieht das Medquest-Team bei etwa zehn bis zwanzig Euro. Die Bezahlung soll per Paypal oder Kreditkarte möglich sein. Die BZ-Medienpreisträger denken auch über eine Verrechnung per Krankenkasse nach.

Wer stellt die Diagnose?

Die clevere Idee von Thomas, Stefan und Victoria ist es, mit ihrer App den mehr als 60.000 Medizinstudierenden die Möglichkeit zu geben, anhand echter Patientenfragen ihr Wissen anzuwenden und Erfahrungen zu sammeln. Die Diagnose der Studierenden wird im Anschluss von einem Arzt überprüft. Hier sieht das Medquest-Team bei Ärzten, die schon ihre Approbation haben, aber noch in der Spezialisierungsphase sind, ein großes Potential. Der Arzt überprüft die Diagnose des Studierenden und sendet ihm ein Feedback. Der Patient erhält dann die Diagnose und bekommt je nach Bedarf ein Rezept ausgestellt oder bei schweren Symptomen den Rat, einen Arzt aufzusuchen. Von den Einnahmen der App sollen 80 Prozent an den Mediziner gehen und zehn bis fünfzehn Prozent bei Medquest bleiben. Für die Studierenden sind bis zu zehn Prozent eingeplant.

Dieses Video fasst die Idee von Medquest gut zusammen:

Warum ist Medquest noch nicht im Einsatz?

Thomas, Stefan und Victoria arbeiten derzeit an der Finalisierung des Konzepts und des Designs. Hier auf Figma kann man einen ersten Blick auf die App werfen. Parallel arbeiten die drei an ihrem Businessplan, um die Finanzierung zu sichern.
Es liegt noch jede Menge Arbeit vor dem Medquest-Team. Es fehlen noch die Implementierung für die Verschlüsselung der Patientendaten, die Schnittstellen für die Benutzerdaten und viele andere Arbeitsschritte.

Thomas, Stefan und Victoria suchen daher nach hellen Köpfen, die Lust haben miteinzusteigen und bei der Realisierung zu helfen.
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