Neues Stück

Das Mondo Musiktheater befasst sich mit dem Freiburg in 900 Jahren

Zie Quann Wu

Das Musical "Freiburg liegt am Meer" des Mondo Musiktheaters ist Teil des Kulturprogramms zum 900-jährigen Stadtjubiläum. Darin geht es darum, wie Freiburg in 900 Jahren aussehen könnte. fudder war bei der Generalprobe dabei.

Die Grundidee entstand vergangenes Jahr im Mai. Stephanie Heine, die Regisseurin des Theaterstücks, erzählt, dass die Teilnahme des Mondo Musiktheaters beim Jubiläum sicher gewesen sei. Da alle sich dieses Jahr mit der Vergangenheit Freiburgs beschäftigen, fragte sie sich, was denn mit der Zukunft passieren solle. Ganz nach dem Motto "Die ganze Stadt blickt zurück, wir blicken nach vorn" blickt das Stück in die Zukunft und will aus der Vergangenheit lernen. Aus diesem Gedanken entwickelte sich mit der Zeit durch Brainstorming und Improvisation mit den Darstellerinnen das Gesangsstück. "Viele Elemente haben die Darstellerinnen selbst entwickelt", sagt Stephane Heine. "Bei Mondo wird die Rolle um dich herum kreiert und nicht du für die Rolle", erzählt Svenja Möller.


Mondo spielt Freiburger Zukunftsvisionen durch

Sie hat bereits eine Musicalausbildung absolviert und erklärt, dass das Theaterstück von fünf inhaltlich verschiedenen Zukunftsversionen in Freiburg handelt. Doch nicht alle Darstellerinnen sind professionell ausgebildet. Einige stehen zum ersten Mal auf der Bühne und erzählen, dass sie seit Mai wöchentlich acht Stunden geprobt haben – und das neben Studium und Alltagsstress. Die Gruppe ist ein recht kleines Ensemble, wodurch jede die Chance hat zu spielen, zu singen und zu tanzen. Stephanie Heine verrät, dass es keine Absicht war, einen rein weiblichen Cast zu haben. Sie hatten sogar Schwierigkeiten, da es keine männlichen Bewerber gab und Ende letzten Jahres sogar noch Darstellerinnen abgesprungen sind.

"Vom Charakter ist das Stück etwas ganz anderes als die Stücke der letzten beiden Jahren. Es ist ein ernstes Thema, aber ich finde es klasse. Es macht nachdenklich und nimmt einen mit", sagt Frank Kloten, der das Team seit Juli bei den Proben fotografisch begleitet. Zu Beginn des zweieinhalb Stunden langen Musicals singen die Darstellerinnen "The Greatest Show" aus dem Film "The Greatest Showman", zudem sie eine abwechslungsreiche Choreographie tanzen.

Verschmutztes Meer ist wiederkehrendes Element

In dem Stück geht es um Gegenwart und Zukunft in Freiburg. Während die erste Zukunftsvision von künstlicher Fortpflanzung handelt, zeigt die letzte Vision eine endende Welt, in der es keine Möglichkeiten mehr gibt, sich fortzupflanzen. Die Choreographien, die Liederwahl und die vielfältigen Kostüme sowie die Emotionen erschaffen den Atmosphärenwechsel. In Anlehnung an den Titel ist ein verschmutztes Meer das wiederkehrende Element. Denn "Freiburg liegt am Meer" klingt erst Mal sehr schön, wenn man nicht an die Ursachen und Auswirkungen denkt. Das Lied "This Is Me", welches ebenfalls aus dem Film "The Greatest Showman" stammt, wird abschließend aufgeführt, sodass sich der Kreis am Ende der Vorstellung schließt. Der Gesang wird über die ganze Zeit von Instrumenten begleitet und reicht über moderne Oper bis hin zu Depeche Mode. Die musikalische Leitung übernahm Dominik Hormuth.

Das Musical stellt verschiedene Statements zu aktuellen Themen hin. Es beschäftigt sich mit den Wünschen und Träumen, aber auch mit Ängsten und Hoffnungen. Die Zuschauer sollen sich dazu kritische Gedanken machen, denn im Stück heißt es: "Wenn es Freiburg in 900 Jahren noch geben soll, muss man sich dafür einsetzen".

Die Premiere findet heute, den 10. Januar, um 20 Uhr in der MensaBar in der Rempartstraße statt. Es gibt insgesamt neun Spieltermine an den Wochenenden bis zum 31. Januar. Acht davon werden in der MensaBar aufgeführt, der neunte Termin im Theatersaal vom Augustinum in St. Georgen. Tickets und weitere Informationen sind auf http://www.mondomusical.de zu finden.
  • Was: "Freiburg liegt am Meer" des Mondo Musiktheater
  • Wann: Premiere: Freitag, 10. Januar, 20 Uhr, weitere Aufführungen: 11. Januar, 20 Uhr, 17. Januar, 20 Uhr, 18. Januar, 20 Uhr, 19. Januar, 18 Uhr, 24. Januar, 20 Uhr, 25. Januar, 20 Uhr, So, 26. Januar, 18 Uhr, Zusatzvorstellung: 31. Januar, 19.30 Uhr, im Theatersaal des Augustinum St. Georgen, Weierweg 10
  • Wo: MensaBar in der Rempartstraße