Nachtleben

Das Label Pinewax veranstaltet am Samstag eine Party im Artik

Maxim Melzer

Bereits zum fünften Mal veranstaltet das achtköpfige Label "Pinewax" am Samstag eine Party. Am Samstag sind die DJs im Artik. fudder hat mit Georg Lewark, der als Apfel Gee auflegt, über ihre Namensänderung und die Labelarbeit gesprochen.

Am Samstag seid ihr bereits zum fünften Mal in Freiburg. Im letzten Jahr habt ihr aber euren Namen geändert. Warum?

Wir haben uns mit dem alten Namen "Jungs aus der Schaft" nicht mehr wohlgefühlt. Er hat impliziert, dass wir nur Jungs im Label sind. Das wollten wir ändern. Auch Frauen sind willkommen. Außerdem war der Name auf internationalen Konzerten schwierig. Irgendwie sind wir aus dem alten Namen rausgewachsen – wir sind nicht mehr so jugendlich.

Ihr beschreibt euch als kollektiv geführtes Musiklabel. Was unterscheidet euch von anderen Labels?

Wir machen und entscheiden im Label alles zusammen , deshalb sind die Prozesse meist etwas länger. Dafür bleiben wir unabhängig. Wir haben also keinen Geschäftsführer und machen alles selber – Videos, Grafiken, Partys, Buchhaltung und Musik. Acht Leute sind im Label aktiv, wir bekommen aber Hilfe von vielen Freunden und Bekannten. Wir veranstalten Partys auf der ganzen Welt – in Paris, Brüssel, Quebec. Unsere Musik funktioniert mittlerweile auch international sehr gut. Außerdem bringen zwei Künstler von uns nächstes Jahr ein Album raus.

Wie finanziert ihr euch?

Einerseits durch Spotify-Klicks, wir konnten ja den ganzen Katalog von den "Jungs aus der Schaft" rüber zu unserem neuen Namen nehmen. Mit den Partys, die wir veranstalten, verdienen wir auch etwas. Alle Einnahmen stecken wir ins Label.

Wie seid ihr auf den neuen Namen "Pinewax" gekommen?

Pine steht für unsere Wurzeln. Fünf der acht Mitglieder kommen aus Freiburg. Pine heißt auf Englisch Kiefer, das erinnert an den Schwarzwald und spiegelt die Stimmung unserer Musik wieder. Wax steht für die Vinyls. Unser Traum ist es einmal selbst Vinyls zu pressen. Wir fanden auch das Bild des Kiefernwachses ganz cool.

Auf Facebook steht in der Beschreibung zu eurer Party ein Text über Ada Lovelace. Die Mathematikerin kann als erste Programmiererin der Welt gesehen werden. Warum gerade sie?

Die Party soll unter dem Motto des Algorithmus stehen. Er ist so präsent wie nie in unserem Leben. Auch in der Musik, durch die Spotify-Vorschläge. Wir haben versucht das Thema ein bisschen humoristisch zu gestalten. Außerdem fanden wir es cool, dass man sagen kann eine Frau habe unsere moderne Welt begründet.
  • Wann: Samstag, 21. Dezember um 21 Uhr
  • Wo: Artik Freiburg, Haslacher Straße 43
  • Was: "Algoriddims"-Party von Pinewax