Fest

Das Kulturcafé der Pädagogischen Hochschule feiert 30-jähriges Bestehen

Ebru Taskir

An diesem Wochenende feiert das KuCa sein 30-jähriges Bestehen. Anna Schneider, Sekretärin der Verfassten Studierendenschaft, und Michela Ranieri, Sprecherin für Studentisches Leben, organisieren das Jubiläumsfestival im Kulturcafé.

Seit 1989 befindet sich im Pavillon I der Pädagogischen Hochschule das Kulturcafé – genannt Kuca. Von da an wurde das KuCa eine Anlaufstelle für viele junge Menschen. Das soll am Wochenende gefeiert werden. Musikalische Unterstützung gibt es von Rap Fatale und weiteren Bands und DJs, die ihren Ursprung im KuCa haben. Am Sonntag wir es nostalgisch beim Meet & Cake.


Treffpunkt: KuCa

Das KuCa wird seit 30 Jahren von PH-Studierenden selbst verwaltet und gestaltet. Ziel ist, einen Freiraum für Möglichkeiten zur Entfaltung von Ideen und Kräften zu bieten. Hier fühlen sich junge Menschen seit Jahren wohl. Viele sitzen einfach auf dem Sofa, unterhalten sich oder spielen Brettspiele. Wer hungrig ist, kann sich sein Brötchen an der Theke belegen oder sein Essen in der Mikrowelle erhitzen.

Wer eine ruhige Atmosphäre oder eine Alternative zur überfüllten Bib sucht, muss nur am Umsonstregal und an den genderfreien Toiletten vorbei. Dort befindet sich der stille Nebenraum KuNiCa. Ob im Rahmen von Musik- und Kulturveranstaltungen oder einfach nach der Vorlesung, im KuCa sind alle zu jeder Zeit willkommen. "Es ist ein politisch-neutraler Ort, ohne Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung. Hauptsache, alle achten aufeinander und auf sich selbst. Das ist das wichtigste", sagt Anna Schneider.

Proteste gegen KuCa-Schließung

"Das KuCa ist nicht selbstverständlich." Der Erhalt des KuCa war lange unsicher. Nach Plänen der Stadt Freiburg sollte das Bahnhofsareal Littenweiler, auf dem sich der Pavillon befindet, umgestaltet und kommerziell genutzt werden. Daher standen die Pavillons Ende 2014 kurz vor dem Abriss. Viele kämpften aktiv für den Erhalt des Kulturcafés. Im Mai 2013 wurde der Bahnhof in Littenweiler von einer Gruppe Studierender der PH besetzt. Die Petition "KuCa bleibt!" wurde für den Erhalt des KuCa ins Leben gerufen.

Inzwischen hat sich die Situation beruhigt. Die Planung für die Neugestaltung des Bahngeländes in Littenweiler sind immer noch am Laufen und das Pavillongelände ist verkauft. Die PH Freiburg wird, wenn es zu einem Abriss kommt, einen neuen Alternativraum für das KuCa bereitstellen. "Das KuCa wurde seit Jahren durch verschiedene Menschen und Zeiten geprägt und hat seinen eigenen Charakter bekommen", sagt Anna Schneider. Es wäre nicht mehr das KuCa, das alle lieben. "Hier herrschen emotionale Verbindungen". Über die Zukunft des Kultur Cafés kann heute nicht viel gesagt werden. "Deshalb ist es für uns umso wichtiger, dieses Jubiläum zu feiern. Wer weiß, ob unser geliebtes KuCa noch weitere 30 Jahre steht!"

30 Jahre KuCa Jubiläumsfestival

Am Freitag steigt eine Soliparty des Kollektivs Rap Fatale, welches sich gegen Sexismus und Machokultur in der HipHop-Szene einsetzt und ein eigenes kleines Festival im Artik plant. Jegliche Einnahmen gehen an das Festival. Es spielen live: Thuglady & Krawallbarbie, Hi5 Crew, Joe Alesko & Fatique und Zweatlana. Danach legen DJs auf. Am Samstag treten dann einige Bands auf, darunter Eucalypdos, Anna Rosa & Rohan, Cosmic Mints, und das Blanke Extrem. Und danach wieder DJ-Mukke. Yeah!
Was:30 Jahre KuCa Jubiläumsfestival
Wann: Freitag und Samstag, 24. und 25. Januar 2020, 19 Uhr (Freitag) und 18 Uhr (Samstag)
Wo: KuCa Littenweiler

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