Der gute Ton

Das Jazzhaus Freiburg unterstützt die Freiburger Musiklandschaft

David Pister

In Kooperation mit der Stadt Freiburg fördert das Jazzhaus junge Musikerinnen und Musiker, in dem es ihre derzeit teils ungenutzten Räume für Foto- und Videosessions zur Verfügung stellt. Ziel der Aktion ist es, Pressematerial zu generieren.

Die Eingangshalle des Jazzhaus präsentiert sich in ungewohnter Art und Weise: Wo sich sonst eine Schlange aus musikbegeisterten Menschen bildet, stehen nun Instrumentenkoffer auf dem Boden. Ein Schlagzeug, Teppiche und unterschiedliche Lampen nehmen die Fläche des Gewölbekellers ein, wo sich eigentlich das Publikum aufhält.
Das Jazzhaus Freiburg hat in den vergangenen drei Tagen in Kooperation mit der Stadt Freiburg eine Aktion zur Förderung der Freiburger Musikszene organisiert. Die Stadt Freiburg unterstützt das Vorhaben mit Fördergeldern.

Freiburger Bands und Kunstschaffende hatten die Chance, in den Räumlichkeiten des Jazzhaus Bild- und Videomaterial zu erstellen, um ihre Musik zu verbreiten. Die Aktion richtete sich vor allem an junge Musikerinnen und Musiker, die über kein oder nur wenig Pressematerial verfügen.

Zehn Bewerbungen sind eingegangen

"Die Ausschreibung lief über Plakatierung in Kneipen, Cafés und Proberäumen. Erstaunlich viele haben sich wegen der Flyer im Eimer gemeldet", sagt Loana Keckeisen, Veranstalterin im Jazzhaus und Ideengeberin der Aktion. Per Losverfahren wurden unter den zehn Bewerbern und Bewerberinnen zwei Bands und eine Solokünstlerin ausgewählt: Die Psychedelic-Rock-Band Sound of Smoke, die Singer-Songwriterin Lea Haufler und der Sänger Hesselmann.

Die drei Teilnehmenden haben sich jeweils für den Dreh von Musikvideos entschieden. "Das ist eine super Chance für einen Neustart und eine gute Möglichkeit Pressematerial zu bekommen", sagt Hesselmann, der seit vier Jahren erstmals wieder Musik veröffentlicht. Er nimmt unter anderem ein Live-Musikvideo für seine Anfang Februar erscheinende Single "Manchmal" auf.
"Es geht darum, der Freiburger Musiklandschaft etwas Gutes zu tun." Loana Keckeisen
Im Gewölbekeller des Jazzhaus herrscht hektische Betriebsamkeit. Noten müssen ausgedruckt werden, der Sound und die Beleuchtung noch überprüft werden. Schlagzeug, Bass und Bläser müssen aufeinander abgestimmt werden.

Der Gewölbekeller ist in rotes Licht getaucht. Der Soundcheck ist bald abgeschlossen, dann kann der Dreh des Musikvideos beginnen. "Es geht darum, der Freiburger Musiklandschaft etwas Gutes zu tun", sagt Keckeisen über das Projekt.