Holbeinpferd

Das Holbeinpferd feiert als Freiburger Feuer-Narre Fasnet

Viola Priss

Solltet ihr es schellen hören, auf eurem nächsten Spaziergang Richtung Günterstal, dann könnte das nicht nur am Fasnets-Rausch liegen – sondern am Holbeinpferd in seinem schicken Häs als Freiburger Feuer-Narre.

Ach, könnte es bloß losschreiten, in seinem Glocken-Gewand, das kleine Pferd an der Holbeinstraße, es würde sicher stolzen Hauptes schnurstracks in die Freiburger Innenstadt traben und sich ins Fasnetgetümmel stürzen. Sich im friedlich-närrischen Treiben unter seinesgleichen – die Freiburger Feuer-Narre – mischen, getreu deren Motto: "Loß d’Pfote weg - vom Füer!". In dem Fall müsste es natürlich "Hufe" heißen.


Die Mitglieder der schon seit 50 Jahren in der Freiburger Fasnetslandschaft fest verankerten Zunft der " Feuer liebenden Narren" halten originär einen Holzstab in der Hand, der die Fruchtbarkeit herbeizaubern soll. Ganz so wild trieben es die Narren in der nächtlichen Schalk-Aktion dann doch nicht, es handelt sich immerhin noch um ein Pferdle. Und dies ließ sich sowohl vom Narren reiten, als auch zu einem machen. Und auch das Wappen, der Rah, auf der stolzgeschwellten Brust durfte nicht fehlen, um einen wahren Feuernarren aus dem Vierbeiner zu machen. Die Ohren wohlgemerkt sind keineswegs Hörner, sondern Flammen. Entflammt ist die Liebe auf beiden Seiten, möchte man meinen. Auf dass sie ewig halte, wie auch die tierische Ehrenmitgliedschaft.

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