Festival

Das Freiburger "Reboot" fand wegen des Wetters nur an einem Tag statt

Jens Kitzler

Das "Reboot"-Festival, als Neustart der Kultur nach der Pandemie geplant, ist dem Wetter zum Opfer gefallen. Die Folgen für die Veranstalter sind noch unklar

Das Reboot-Festival an der Neuen Messe sollte den Neustart der Kultur in der Stadt einläuten und es war ein vielbeachteter Versuch, ein Open-Air zu Pandemiebedingungen zu organisieren. Nun aber sind zwei Drittel des Festivals wegen des schlechten Wetters ausgefallen, die Freiburger Musiker-Initiative Multicore als Veranstalter hatte die Konzerte für beide Wochenendtage abgesagt. Trotzdem standen am Samstagabend, 26. September, fünf der für den Tag gebuchten Bands auf der Bühne – allerdings in der Messe und nur vor rund 100 Helfern und Mitmusikern des Festivals. Der Spaß und der Wille zum Weitermachen, erklärt Markus Schillberg von Multicore, hätten dafür gesorgt, dass sich die Beteiligten nicht hätten unterkriegen lassen. ZMF-Chef Alexander Heisler gefiel das. "Bin beeindruckt von eurer tollen Moral", schrieb er gestern an die Multicore-Macher per SMS.


Tatsächlich hatten die Organisatoren Pech. Nach wochenlangem Top-Wetter erlebte der Festivalstart am Donnerstag den Temperatursturz. Am Freitagmorgen dann hatte ein vom Wind umgewehtes Zelt Teilnehmer einer Demonstration auf dem Gelände verletzt – in Verbindung mit der Wettervorhersage hatte Multicore daraufhin den Freitag abgesagt. Als am Samstag dann eine Unwetterwarnung eintraf, entschloss man sich, aus Sicherheitsgründen auch diesen Tag zu canceln.

Was der Ausfall von zwei Dritteln des Programms für die ehrenamtliche Initiative finanziell bedeutet, stand am Sonntag, 27. September, noch nicht fest, die Tendenz aber kennt Markus Schillberg schon: "Es sieht überhaupt nicht gut aus". Mit rund 870 Karten waren ohnehin nur etwas mehr als die Hälfte der 1500 Tickets verkauft worden, der am besten gebuchte Abend wäre der ausgefallene Samstag gewesen. Wer sein Eintrittsgeld zurückwolle, bekomme es natürlich wieder, sagt Schillberg. "Es haben aber auch schon viele gesagt, dass sie das Geld als Spende bei uns lassen."