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Coronavirus in Freiburg: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Joachim Röderer

Wie viele Menschen sind aktuell in Freiburg an Covid-19 erkrankt? Und wohin sollten diese Leute sich wenden? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Umgang mit dem Coronavirus.

Wie viele Menschen sind aktuell an Covid-19 in Freiburg erkrankt?
Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag gemeldet, dass es derzeit 14 aktive Fälle in der Stadt gibt – elf mehr als noch in der Vorwoche. Die Zahl der Infizierten insgesamt in Freiburg hat in dieser Woche die 1000er-Marke überschritten. Der ganz große Teil der Betroffenen ist wieder gesundet. Wobei: Jeder Infizierte verlässt automatisch nach zwei Wochen die Liste der aktiven Fälle, weil das Ende der Erkrankung offiziell nicht gemeldet werden muss und damit auch nicht erfasst, sondern nur geschätzt werden kann.


Wenn jemand Symptome hat, was sollte er tun?
Erster Ansprechpartner ist und bleibt der Hausarzt. Hier gilt immer noch die Regel: Nicht einfach unangemeldet in eine Praxis oder in ein Krankenhaus gehen, immer und in jedem Fall bei Corona-Symptomen vorher anrufen. Das Fieberzentrum an der Messe, in dem Abstriche vorgenommen wurden, hat mangels Nachfrage seit knapp fünf Wochen geschlossen. Die meisten Hausarztpraxen seien mit ausreichend Schutzkleidung versorgt und auf Covid-19-Patienten eingestellt, sagt die Kassenärztliche Vereinigung. Außerhalb der normalen Arbeitszeiten der Praxen – also abends und am Wochenende – ist die Notfallpraxis, Hugstetter Straße 55, zuständig. Es gibt zudem noch Corona-Schwerpunktpraxen. Auskunft gibt es unter 116117 beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst.

Wie ist die Situation in den Krankenhäusern?
Alle Freiburger Krankenhäuser arbeiten wieder annähernd im Normalbetrieb. Das heißt, auch die Ambulanzen sind wieder offen, und Operationen, die teils wegen der Corona-Pandemie aufgeschoben worden waren, werden nun wieder ausgeführt. Geöffnet sind auch die Ambulanzen; hier gibt es aber ebenfalls besondere Regelungen, etwa zu Begleitpersonen.

Welche Regelung gibt es generell für Krankenhausbesucher?
Nach wie vor gelten Beschränkungen, die auf den Internetseiten der Krankenhäuser ausführlich erklärt sind. So darf nach wie vor jeder Patient nur ein und denselben Besucher pro Tag empfangen. In der Uniklinik können Patienten mittlerweile zwei vorab festgelegte Kontaktpersonen empfangen, aber jeweils nur eine Person pro Tag. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes und die Einhaltung von Hygienevorgaben sind obligatorisch.

Welche Regelungen gelten bei Geburten?
Das St. Josefskrankenhaus als eine der großen Freiburger Geburtskliniken erlaubt, dass eine Begleitperson bei Geburten im Kreißsaal mit dabei sein kann.

Wie schätzen die Verantwortlichen in den Krankenhäusern die Lage ein?
Sie appellieren unisono an die Bevölkerung, dass diese weiter vorsichtig bleibt, die Hygienemaßnahmen und die Abstandsgebote einhält: "Das hat uns bislang durchschlagenden Erfolg gebracht", sagt Thorsten Vowinkel, der Ärztliche Direktor von St. Josefs- und Lorettokrankenhaus. Er verweist darauf, dass derzeit weltweit täglich Rekorde bei Neuinfektionen gemeldet würden. Die Pandemie sei heute schlimmer als vor Monaten: "Wir sind nur in der glücklichen Situation, dass wir die erste Welle gemeistert haben." Er hat mit Blick auf Freiburg allerdings Sorge, dass die Menschen unvorsichtig würden und nicht mehr genug Rücksicht auf ihre Mitmenschen nehmen würden. Es habe sich im Vergleich zum Februar überhaupt nichts geändert, mahnt Vowinkel: "Wir haben immer noch keinen Impfstoff und kein Medikament, das vernünftig hilft."