Eishockey

Coronavirus: Der DEL 2 droht nun das vorzeitige Meisterschaftsende

Toni Nachbar

Die Stadt Freiburg verbietet alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Dies trifft den Zweitligisten EHC Freiburg hart, der in den Playoffs auf Zuschauereinnahmen angewiesen ist.

Am Freitag soll in der Freiburger Echte-Helden-Arena das erste Spiel des Playoff-Viertelfinals zwischen dem EHC Freiburg und den Ravensburg Towerstars stattfinden. Aufgrund der Entscheidung der Stadt Freiburg wegen des Corona-Virus wäre die Austragung des Matches nur noch als "Geisterspiel" ohne Publikum möglich.


In einer ersten Stellungnahme erklärt der Geschäftsführer des EHC, David Bartholomä, dass der EHC vorerst abwarten möchte, welche Entscheidung die DEL 2 in Bezug auf die Playoff-Viertelfinals fällt. Dies soll am morgigen Mittwoch passieren, bis dahin will die Liga die Situation an den jeweiligen Playoff-Standorten mit den Clubs und den kommunalen Behörden erörtern. Gleichzeitig räumte Bartholomä ein, dass Geisterspiele für den EHC ein wirtschaftliches Problem darstellten, denn eine Fortzahlung der Gehälter an die Eishockey-Profis über die reguläre Saison hinaus sei an Zuschauer-Einnahmen aus den Playoffs gekoppelt.

Da inzwischen auch die Stadt Ravensburg ebenso wie das Land Bayern – von dort kommen die Playoff-Teilnehmer aus Kaufbeuren und Bad Tölz – Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt hat, ist nicht auszuschließen, dass die DEL 2 ihren Spielbetrieb ganz einstellt, denn eine Verschiebung der Spiele um mehrere Wochen hält Geschäftsführer René Rudorisch für unwahrscheinlich und auch kaum machbar.

Bei ihrer Entscheidung, die vorerst bis zum 31. März gelten soll, folgte die Stadt Freiburg den ausdrücklichen Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums und des baden-württembergischen Sozialministeriums.