Club der Freunde

Pandemie

Corona-müde? Voll normal!

Erst panisch, dann anpackend, verdrängend und jetzt völlig müde: Wie wir Menschen auf Ausnahmesituationen wie die Corona-Pandemie reagieren, folgt einem Muster. Und das gibt Grund zur Hoffnung.

So langsam wissen wir, wie sich ein Marathon anfühlt – obwohl kaum jemand von uns je einen gelaufen ist. X-mal haben wir seit Februar gehört, dass diese Pandemie kein Sprint wird, sondern ein Langstreckenlauf. Über Monate, wenn nicht Jahre – so die Horrorvorstellung – werden wir mit dem Virus zusammenleben müssen.
Doch verstanden haben viele von uns das erst jetzt, im Herbst. Das macht uns müde. Corona-müde. Pandemie-Verdruss nennt die Weltgesundheitsorganisation dieses Phänomen.
Wir sind müder, antriebsloser und pessimistischer als im Frühjahr
Es ist ein Paradox. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Sars-CoV-19 zu infizieren, ist heute höher denn je, und dieser zweite Lockdown viel weniger streng, als der im Frühjahr. Trotzdem: Wir sind müder, antriebsloser und pessimistischer. Das beobachtet auch Claas Lahmann, der ärztliche Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Freiburg.
Messbar ist diese Müdigkeit bislang nicht, es gibt noch keine Studien. Doch sie zeigt sich ganz banal – auf Google. Die Begriffe "Brot backen" und "Sport zuhause" suchten in den Wochen des Frühjahres-Lockdown dreimal so viele Menschen, wie jetzt, im November. Waren viele von ...

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