Virus

Corona-Fälle an vierzehn Freiburger Schulen und acht Kitas

Simone Höhl

Vierzehn Schulen und acht Kindergärten sind inzwischen im Stadtgebiet von Corona-Fällen betroffen. Neu auf der Liste ist unter anderem die Akademie für medizinische Berufe des Uniklinikums.

Eigentlich wären jetzt alle Klassen der Walther-Rathenau-Gewerbeschule aus der Quarantäne entlassen gewesen, da trifft sie der siebte Fall. "Das ist einfach Pech", sagt Schulleiterin Renate Storm zur Häufung: Vier positiv getestete Schüler saßen in einer Klasse, der jüngste Fall hatte sich bei einer Familienfeier angesteckt.


Mit den Schülern müssen auch immer Lehrkräfte in Isolation. Diese unterrichten dann zwar von zu Hause aus, fehlen aber im Präsenzunterricht an der Schule für andere Klassen. Das Nebeneinander ist problematisch: "Eigentlich ist das organisatorisch nicht mehr hinzukriegen", sagt Storm.

Mehr Arbeit für die Schulen

Die acht öffentlichen beruflichen Schulen haben das Kultusministerium nach mehr Ressourcen gefragt. Stundenpläne umorganisieren, Hygienekonzepte umsetzen, Kommunikation mit Gesundheitsamt, Eltern, Betrieben: "Es gibt eine deutlich erhöhte Arbeitsbelastung", sagt der geschäftsführender Leiter der Acht, Eberhard Fritz. An seiner Schule waren zeitweise 25 der gut 130 Lehrer gleichzeitig in Quarantäne. Für die Anfrage zeigte Stuttgart zwar Verständnis, lehnte aber ab.

Mit Max-Weber-Schule, Hansjakob-Realschule und Albert-Schweitzer-Förderschule sind nun elf der 66 öffentlichen Freiburger Schulen seit Schuljahresbeginn betroffen, dazu kommen Privat- und andere Schulen wie die Akademie der Uniklinik. Es habe in den vergangenen Monaten Covid-19-Fälle gegeben, die sich im privaten Umfeld ansteckten, so Klinik-Sprecher Johannes Faber: Übertragungen in der Schule habe es nicht gegeben. Bei den Kindergärten wurde zuletzt ein Fall an der Kita Kibbiz bekannt.