Filmkollektiv

Blackwood Films lädt am Sonntag zum Filmfestival ein

Florian Schmieder

Aufwendige Kurzfilme, verrückte Clips und Perlen aus dem Archiv: Das Freiburger Filmkollektiv bringt diesen Sonntag ausgewählte Projekte der letzten zwei Jahre auf die Leinwand.

Am Sonntag ab 16 Uhr wird der Projektor im Artik endlich wieder angeschmissen. Die Film-Aficionados von Blackwood haben ihre Leinwand gebügelt, ihr Archiv entstaubt und wollen dem Publikum nun präsentieren, was sie in den letzten beiden Jahren mit der Kamera einfangen konnten.

Seit elf Jahren ist die Gruppe ein Anlaufpunkt für all jene Filmbegeisterten Freiburgs, die auch selbst mal vor und hinter der Kamera stehen wollen. Vorrangig aus Schülerinnen, Schülern und Studierenden bestehend, umfasst die Altersspanne dennoch alles von 12 bis 40 Jahren. Bewusst schafft man sich mit seinen Produktionen eine Nische fernab von Netflix & Co., geht kreativ und dennoch mit hohen Qualitätsansprüchen an die Projekte heran.



Vor etwa einem Jahr konnte Blackwood Films zuletzt Filminteressierte ins Artik einladen. Unter dem Titel "Du hast den Farbfilm vergessen" wurden im Oktober 2020 Episodenfilme zum Thema "Farbe" gezeigt, die über Jahre hinweg entstanden sind. Zwar war der Abend ausverkauft, allerdings durften lediglich 50 Personen teilnehmen. Wenn auch größere Veranstaltungen für die Gruppe nicht möglich waren, konnte sie sich trotzdem in unregelmäßigen Abständen – je nach Pandemielage – treffen und ihrer Passion des Filmemachens nachgehen.

Und so sind äußerst unterschiedliche Projekte entstanden, immer unter der Prämisse, was denn überhaupt in der jeweiligen Situation möglich war. Während des Winter-Lockdowns wurden beispielsweise aus einem Fundus aus altem Videomaterial, was noch auf Festplatten herumlag, neue Filme geschnitten. So konnten mit den eigentlich selben Bildern völlig unterschiedliche Geschichten erzählt werden. Völlig neue Wege haben die Mitglieder in dieser Zeit ebenfalls mit der Produktion von Hörspielen unter der Rubrik "Dark" eingeschlagen. Anfangs noch unsicher auf dem ungewohnten Terrain, sind hier allerlei düstere Erzählungen entstanden.

Diesen Sommer konnten durch die Lockerungen dann endlich auch wieder die wöchentlichen Treffen montags im Artik stattfinden. Direkt wurde die erneute Möglichkeit des gemeinsamen Filmens genutzt, hier stand für die Beteiligten aber vor allem der Spaß am Dreh im Vordergrund, was sich auch in den entstandenen Kurzfilmen zeigt.

Einlass ist ab 15.30 Uhr, die Veranstaltung findet unter der 2G-Regelung statt. Je nach Warnstufe des Landes gilt zudem eine Maskenpflicht. Freundinnen und Freunde des bewegten Bilds können sich auf ein extrem breites Potpourri an Filmen freuen, das von spannend über düster und traurig bis lustig alle Emotionen abdeckt.
Was: Filme aller Genres und Längen
Wann: Sonntag, 7. November 2021 (Programm: 16 bis 22 Uhr)
Wo: Freizeichen im Artik, Haslacher Straße 43/25
Eintritt: auf Spendenbasis