Bis die Polizei kam: Diving for Sunken Treasure spielt Open Air im Stühlinger

Fabienne Hurst

Umsonst und draußen, spontan und sexy: Die Berliner Band Diving for Sunken Treasure hat am Dienstagabend auf dem Lederleplatz im Stühlinger ein Konzert gegeben. Fabienne hat sich mit Bierchen dazugesetzt.



Rund 150 Freunde des Blues-Punk-Akustik-Mixes aus der Hauptstadt warten ab halb neun auf die fünf Musiker. Auf dem Platz mit dem komischen roten Ding in der Mitte wird es immer voller. Die Abendplanung: Ein Bierchen an der Eckkneipe kaufen, sich ins Gras oder auf den Bordstein setzen und den Kopf im Takt wippen.

Und da kommen sie auch schon, die Jungs mit den Hosenträgern und Dandy-Hütchen, die mit Gitarren, Schlagzeug, Bass, Tambourin und Flüstertüte Musik machen. Zwei davon sind die Freiburger Basti Kiefer und Bene Gramm, Ex-Bullets at the Birthdayparty-Männer. Ohne große Ankündigung schrammeln die sympatischen Großstädter eine knappe Stunde lang ihre Songs - alles eigene Stücke versteht sich, eines davon habe ihnen sogar Bob Dylan abgeluchst.



Getanzt und gegrölt wird eher zurückhaltend, wenn überhaupt, aber das tut der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch. Ein Architekt, der gerade sein Büro am Lederleplatz verlässt, fragt ganz entzückt: "Toll, gibt es sowas jetzt jeden Abend?"

Dagegen hätten mindestens zwei der Anwesenden etwas einzuwenden. Sie tragen hellblaue und senfgelbe Uniformen und sind gekommen, um das Spiel zu verderben. Die zwei Polizisten verschränken die Arme, stellen sich hinter den lustigen Rock-Barden auf und erlauben mit wohlwollendem Blick ein letztes Ständchen. Sehr großzügig. Immer noch ausgesprochen gut gelaunt laden "die Taucher" die gesamte Crowd ins Café Atlantik ein - da kann man so laut sein, wie man will.

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Fotos: Fabienne Hurst


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