Lesereihe

Berliner Autoren sprechen im Freiburger Schrebergarten über Solidarität

Tim Bergfeld

Die Initiative Samt & Sonders ist Plattform für verschiedene Kunstformen. Bei einer neuen Ausgabe von "Gastspiele" ist am 29. Juli im Schrebergarten Lehener-Wanner eine Berliner Lesereihe zu Gast.

Am Freitag wird in Freiburg über Solidarität und ihre Kehrseiten gesprochen. Die Initiative Samt & Sonders hat die Autoren Philipp Winkler und Lea Susemichel zu Gast. Im Rahmen von "Gastspiele – unabhängige Lesereihen zu Besuch in Freiburg" geht es ab 19.30 Uhr im Schrebergarten Lehener-Wanner um das Thema "Kehrseiten der Solidarität". Clara Kopfermann vom Verein Samt & Sonders sagt: "Das Konzept ist, dass wir Lesereihen aus anderen Städten mit ihrem Lesungsformat einladen. Diese entscheiden also die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung und welche Gäste eingeladen werden - wir sind quasi nur die Gastgeber*innen."

Der Autor Philipp Winkler erzählt in seinem Buch "Hool" davon, wie ein Außenseiter in einer Gruppe Hooligans Gemeinschaft und Zusammenhalt findet. Lea Susemichel geht in ihrem Vortrag darauf ein, wie Zugehörigkeit zu kleinen Gruppen sich ausdrückt. Beide beleuchten mit ihren Texten, was Solidarität bewirken kann – im Positiven, wie im Negativen. "Solidarität ist ja eigentlich ein sehr positiver Begriff. Bei der Veranstaltung wird der Begriff von einer anderen Seite beleuchtet, ausgehend von Philipp Winklers Roman Hool wird die Frage diskutiert, ob es auch ein Zuviel an Solidarität geben kann oder nicht immer auch Gruppen dabei ausgeschlossen werden" , erklärt Clara Kopfermann.

Die Initiative Samt & Sonders gibt es seit 2018. Sie versteht sich als Plattform für verschiedene Kunstformen. Mit ihren Veranstaltungen wollen sie die Zuhörer mitnehmen auf soziokulturelle Abenteuer.
Was: Samt & Sonders hat die Berliner Lesereihe Nochnichtmehrdazwischen zu Gast. Thema der Lesung ist die "Kehrseite der Solidarität"

Wann: Freitag, 29. Juli 2022, 19.30 Uhr

Wo: Schrebergarten Lehener-Wanner (bei Regen: DELPHI_space gvbk, Bismarckallee 18-20)