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Bei Pastevai in St. Georgen gibt’s täglich frische Pizza und Pasta

Gina Kutkat

Mitten in St. Georgen kann man seit Kurzem ein bisschen Italien schmecken: Francesco Ferrazzo und Dustin Retzlaff bieten in ihrem kleinen Laden "Pastevai" frische Pasta, Pizza und Snacks wie Arancini, Panuozzos und Auflaufgerichte an.

Der Standort

Nebenan eine Backstube, gegenüber ein Zweirad-Geschäft – und jetzt auch italienisches Streetfood. Im Mettweg, tief in St. Georgens Ortsmitte, haben zwei Freunde ihr Bistro Pastevai eröffnet. Francesco Ferrazzo und Dustin Retzlaff bieten von Montag bis Samstag frisch zubereitete italienische Speisen und Snacks an. Ihr Geschäft ist durchgehend von 11 bis 19 Uhr geöffnet. "Wenn etwas ausverkauft ist, produzieren wir frisch nach", sagt Dustin Retzlaff, während im Hintergrund Eros Ramazzotti aus den Boxen schallt.

Durch Zufall haben er und Francesco Ferrazzo das Ladengeschäft gefunden. Bevor sie nämlich Pizza und Pasta über die Theke verkauften, standen sie mit einem kleinen Wagen auf dem Rieselfelder Wochenmarkt. "Dort lernten wir Markus Platzer von der gleichnamigen Bäckerei kennen", erzählt Francesco Ferrazzo. Der Konditormeister wollte die Filiale im Mettweg schließen, um sich auf seine anderen Standorte zu konzentrieren. Und so liegen in der Glasvitrine nun keine Brötchen mehr, dafür aber Pizza, Pasta und Co.



Das Ambiente

Von der Eingangstür sind es nur zwei große Schritte bis zur Theke, die täglich von Francesco, 28, und Dustin, 35, neu befüllt wird. "Wir kochen frisch und jeden Tag anders", sagt Francesco. Dabei folgen die beiden Freunde ihrem eigenen Geschmack: "Wenn wir es lieben, ist es das beste Zeichen." Die Wände sind teils schwarz und weiß gefliest, der Rest des Raumes ist schlicht gehalten. Ein paar kleine Tische haben im angrenzenden Wintergarten, der auf eine Terrasse führt, Platz.

Ein ungezwungener Ort ohne Menü und weiße Tischdecken. Und wie in Italien bekommt man auch bei Pastevai einen Espresso für einen Euro, stilecht aus der Lavazza-Maschine. Als weitere Deko-Elemente dienen Tomatenkonserven, eine alte Nudelmaschine und frische Lebensmittel aus Italien wie Zwiebeln, Tomaten und Basilikum.

Die Betreiber

Francesco und Dustin hat ein gemeinsames Erlebnis zusammengeschweißt: "Unsere Kinder wurden am gleichen Tag geboren", erzählt Dustin. Von der Geburtsklinik ging’s dann zügig in den gemeinsamen Familienurlaub, in dem Dustin von Francesco wissen wollte, wie dieser Spaghetti Carbonara zubereitet. "Ich bin Carbonara-süchtig", sagt Dustin. Francesco hat das Kochen von seiner Mutter und Großmutter gelernt – die Familie stammt aus Kalabrien – und überzeugte seinen neu gewonnenen Freund.

Die beiden fingen an, nebenberuflich Caterings zu organisieren und kamen mit ihren italienischen Snacks gut an. Sie verließen ihre Jobs in der Gastro- und Reisebranche, machten sich selbstständig und kauften sich kurz vor der Corona-Pandemie einen Mini-Foodtruck. Auf dem Markt im Rieselfeld fanden sie ihren festen Standort und schnell Stammkunden: "Wir waren am Ende immer komplett ausverkauft", sagt Francesco. Mit ihrem ersten eigenen Geschäft verwirklichen sie sich einen Traum: "Wir können uns entfalten und kreativ sein."

Die Speisen & Getränke

Frisch, handgemacht und italienisch sind die Schlagworte von Pastevai. "Es gibt keine feste Karte", sagt Francesco. "Einmal die Woche werden wir aus Italien beliefert." Und dann kochen sie drauf los. Worauf sich die Kunden aber verlassen können: Dass immer genügend Pizza, Pasta und Aufläufe auf sie warten und die Preise zwischen 3,50 und 7 Euro liegen. Hier gibt’s die Pizza al Taglio, also Pizza im Blech gebacken und in Stücke geschnitten. Von der klassischen Margherita über Pizza "Cima di rapa", Pizza Pilze und Artischocke bis zur Gemüsepizza (3,50 Euro) ist einiges am Angebot. "Wir achten darauf, dass es auch immer eine vegetarische Variante und eine vegane Pasta gibt", so Dustin. Pasta schreiben die Beiden besonders groß, schließlich ist sie der Namensgeber ihres Lokals. Jeden Tag werden die Nudeln frisch zubereitet und in den verschiedensten Varianten serviert.

Auch Pinsa (7 Euro) und Panuozzo (6 Euro) kann man hier probieren. "Der Unterschied zwischen Pizza und Pinsa ist, dass der Pinsa-Teig länger geht und nur aus zehn Prozent Weizen besteht", erklärt Dustin. Das mache die Pinsa bekömmlicher, außerdem sei sie glutenreduziert. Panuozzo ist ein Gericht aus Neapel: Hausgemachtes Panino aus Roggen und Weizenmehl trifft auf Salsiccia, gegrillte Paprika, karamellisierte Zwiebeln, Rucola und Basilikummayonnaise. Auch Arancini – frittierte und gefüllte Reisbällchen – und wechselnde Desserts gibt’s bei Pastevai.

Das Konzept

Pastevai fasst gut zusammen, was Francesco und Dustin im Sinn haben: Pasta zum Mitnehmen – aber auch zum Bleiben, wenn man möchte. Alle Speisen können umweltfreundlich verpackt und mitgenommen werden. Weiterhin wollen die beiden auch Caterings machen und auf Wochenmärkte gehen. "Das war schließlich unser Anfang", sagt Dustin.

Öffnungszeiten

Mo bis Sa 11 bis 19 Uhr

Kontakt

Pastevai
Am Mettweg 41
79111 Freiburg



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