Bakterien

Behörden raten vom Baden im kleinen Opfinger See in Freiburg ab

Simone Höhl & BZ-Redaktion

Besser derzeit nicht im kleinen Opfinger Baggersee baden: Im gesamten Bereich des Sees wurden Enterokokken festgestellt, die Durchfallerkrankungen bei Mensch und Tier auslösen können.

Das Gesundheitsamt und das Umweltschutzamt raten bis auf Weiteres vom Baden im "Baggersee Ochsenmoos" ab. Spaziergänger sollten ihre Hunde an der Leine führen. Der Grund: Im gesamten Bereich des Sees im Freiburger Westen sind Enterokokken im Wasser entdeckt worden. Diese Bakterien können bei Mensch und Tier Durchfallerkrankungen verursachen, warnt Rathaussprecher Toni Klein. Das Forstamt stellte am Freitag entsprechende Schilder auf.


Indikator für fäkale Verunreinigungen

Die Bakterien sind bei der Überwachung der Wasserqualität gefunden worden. Sie kommen im Darm von Mensch und Tier vor, sind in der Regel harmlos, aber in größeren Mengen in Badegewässern laut Bundesumweltamt Indikatoren für fäkale Verunreinigungen. Dem Freiburger Umweltschutzamt zufolge sind die Ursachen Hitze und der Kot vor allem von Wasservögeln. "Das ist ein Sommerproblem", erklärte Sprecher Klein.

Es ist nicht das erste Mal, dass es in Freiburg auftritt.

Die Wasserqualität wird weiterhin engmaschig überwacht. Nächste Woche soll eine zweite Probe gezogen werden. Ergibt die Auswertung erneut erhöhte Werte, werden die Ämter ein Badeverbot aussprechen, sagte Klein. Aber es kann auch sein, dass sie Entwarnung geben können: "Wir informieren, sobald wieder bedenkenlos gebadet werden kann."