Banner am Bahnsteig

Bahn und Bundespolizei warnen in Freiburg vor Lebensgefahr

Peter Disch

Mit einem Banner, das zwischen Bahnsteig 2 und 3 am Freiburger Hauptbahnhof aufgehängt wird, wollen Deutsche Bahn (DB) und Bundespolizei vor unvorsichtigem Verhalten warnen.

Der Platz für das Banner ist bewusst gewählt: 2019 ist dort ein 16-Jähriger gestorben, der die Gleise überquert hatte und dabei von einem Zug erfasst worden war. Lebensgefährlich ist es auch, Oberleitungen zu nahe zu kommen. Das passiere zum Beispiel, wenn Menschen auf Güterwaggons steigen, sagt Thomas Schlageter, Beauftragter für Prävention bei der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, am Donnerstag bei der Präsentation des Banners. Komme es zum Stromschlag, sei das wie ein Blitzeinschlag: "Das endet in 95 Prozent der Fälle tödlich." Ronny Oelschner vom DB-Präventionsteam nennt Zahlen, die die Folgen von Leichtsinn auf Bahnhöfen und Gleisen verdeutlichen: 2020 gab es durch unachtsames Verhalten bundesweit 71 Bahnunfälle – dabei starben 36 Menschen und 18 wurden verletzt.